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UNIGIS Abschlussarbeiten


Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zu Geoinformatik-Themen?
Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

Christian Gugl [01-2005]:

Limitatio Carnuntina GIS-Analyse der römischen Zenturiation im Raum Carnuntum (NÖ)

Diese Arbeit ist online verfügbar: Download


Eine der Grundvoraussetzungen für die Organisation und Nutzung des städtisches Umlandes war in der Antike – wie heute auch – die systematische Landvermessung, Kartierung und Aufzeichnung der Grundbesitzverhältnisse. Die Relikte der römischen Landvermessung (Limitation, Zenturiation) haben sich im heutigen Landschaftsbild insbesondere in den Anrainerstaaten des Mittelmeerraumes erstaunlich gut erhalten, sodass vielerorts eine Rekonstruktion der römischen Limitation anhand der heutigen Flurgrenzen ermöglicht wurde. Charakteristisch ist eine Parzellierung des Landes in quadratische Grundeinheiten mit einer Seitenlänge von 20 actus (durchschnittlich ca. 710 m). Für das Umland des Legionslagers und der römischen Stadt Carnuntum (Niederösterreich) kann man deshalb eine analoge Vorgansweise erwarten. Manfred Kandler war hier im Raum Petronell/Bad Deutsch-Altenburg aufgefallen, dass die Längsachse des ältesten Legionslagers mit einem Großteil der Parzellengrenzen in der Gemeinde Bad Deutsch-Altenburg fluchtet. Den Zusammenhang zwischen der Orientierung der aktuellen Flurgrenzen und der Ausrichtung des Lagers führte Kandler auf die römische Limitation des Gebiets zurück. Das Hauptziel der vorliegenden Studie besteht darin, diese Zusammenhänge auf die Hypothesen Kandlers bezugnehmend zu überprüfen. Seit seinen Ausführungen von 1976/1977 liegt zum einen eine breitere Datenbasis vor, zum anderen hat sich mittlerweile ein wesentlich erweitertes Methodenspektrum in der Limitationsforschung entwickelt. Gegenüber den Anfängen in den Jahrzehnten nach dem zweiten Weltkrieg, die durch Luftbildkartierungen auf der Grundlage analoger Karten geprägt waren, erfolgte ab den 1980er-Jahren mit der Verfügbarkeit digitaler Fernerkundungsdaten eine Ablöse der graphisch-manuellen Auswertung durch Methoden der digitalen Bildverarbeitung. Der damals bereits praktizierte Einsatz statistischer Auswertungsmethoden konnte in der Folge durch GIS- Technologie wesentlich erleichtert und um weitere GIS-spezifische, Analytische Techniken erweitert werden.


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