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UNIGIS Abschlussarbeiten


Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zu Geoinformatik-Themen?
Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

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Tobias Klotz [07-2015]:

Bereitstellung von meteorologischen Messungen aus Luftverkehrsdaten

Diese Arbeit ist online verfügbar: Download


In Deutschland führen 9 Radiosondenstationen zweimal (00.00 UTC und 12.00 UTC) pro Tag eine atmosphärische Messung durch. Ergänzend finden Luftfahrzeugmessungen mittels AMDAR und vereinzelt Radarwindmessungen statt. Diese Messungen bilden die Grundlage aus der alle meteorologischen Produkte für die obere Atmosphäre generiert werden. Im Jahr 2014 fanden durchschnittlich 8100 Flüge pro Tag im deutschen, kontrollierten Luftraum statt. Auf deutschen, internationalen Verkehrsflughäfen wurden pro Tag, im Schnitt, 5800 Start und Landungen durchgeführt. Bei einer Abtastfrequenz von sechs Sekunden und einer durchschnittlichen Verweildauer von zwei Stunden, im deutschen Luftraum, ergeben sich 10 Mio Messungen pro Tag, die sich sowohl räumlich als auch zeitlich gleichmäßig verteilen. Aus diesen Messungen lassen sich leicht, in nahezu Echtzeit, Windrichtung und – Geschwindigkeit extrahieren. Ein immenser Datenschatz den es zu heben gilt. Zur Ermittlung der Qualität und der Aussagekraft der Windmessungen sind die Luftverkehrsdaten, in halbstündigen Abschnitten dem System zur Luftraumüberwachung entnommen, um sie auf ein Raster, entsprechend ihrer Gewichtung, zu interpolieren. Mit Hilfe von QGIS sind die Rasterdaten als Windfeld (Windrichtung und - Geschwindigkeit) über Deutschland in verschiedenen Höhen darstellbar. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) veröffentlicht, für die Verkehrsluftfahrt, zweimal täglich die EUR SWC DWD (siehe 9.1 Windkarten für den 05.05.2015). Sie beinhaltet eine Vorhersage des Höhenwindverhältnisse die 24 Stunden gültig ist und dient als Vergleichsprodukt für die aus den Luftverkehrsdaten gewonnenen Windmessungen. Im Ergebnis zeigt sich eine inhaltliche Übereinstimmung der Windfelder. Im Gegensatz zur EUR SWC ist das generierte Produkt, sowohl zeitlich als auch räumlich, viel feiner aufgelöst. Eine praktische Anwendung der Daten ist in einem Vergleich mit meteorologischen Flugstreckenberatungen für die Bundeswehr simuliert. Hier zeigte sich ebenfalls die höhere Auflösung der generierten Windmessungen. Für die Luftfahrt ergeben sich durch die Einführung und Nutzung eines solchen Systems zur Messung des Windfelds zahlreiche Vorteile. Die Flugsicherheit könnte verbessert werden, der Kraftstoffverbrauch pro Kilogramm Fracht, unter Ausnutzung der Windverhältnisse, kann reduziert werden und die Kapazitätsauslastung des Luftraumes könnte vergrößert werden. Im Katastrophenschutz wäre es möglich präzisere Ausbreitungsanalysen für Schadstoffe zu erstellen. Letztendlich bietet die meteorologische Aussagefähigkeit von Luftverkehrsdaten einen breiten Anwendungsbereich, der mit der in der vorliegenden Arbeit beschriebenen Methode mit geringen Kosten erschließbar ist.


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