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UNIGIS Abschlussarbeiten


Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zu Geoinformatik-Themen?
Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

Stefan Scheuber [07-2015]:

Nah-Echtzeit von Sensordaten im Webumfeld

Diese Arbeit ist online verfügbar: Download


Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Vergleich von zwei möglichen Varianten, um Sensordaten von einer Serverapplikation zu einer Webanwendung zu übertragen. Der Fokus des Vergleichs besteht darin, die Echtzeitfähigkeit und die Performanz der beiden Varianten anhand von Flugzeug-Positionsdaten zu untersuchen. Die Variante 1 wurde mit Hilfe eines Sensor Observation Services (SOS) umgesetzt, welches ein Standard des Open Geospatial Consortiums darstellt. Ein SOS stellt eine Programmierschnittstelle zur Verfügung, über welche Sensordaten eingefügt und wieder ausgelesen werden können. Die Variante 2 wurde mit Hilfe von Websockets umgesetzt, was einem relativ neuen Netzwerkprotokoll entspricht, welches im Rahmen der HTML5 Initiative entwickelt wurde. Websockets ermöglichen eine Zweiwegkommunikation und werden als besonders performant angesehen. Um eine Vergleichsbasis schaffen zu können, wurde ein System entwickelt, welches generisch für die Übermittlung von Sensordaten verwendet werden kann. Das System besteht aus einer Serverapplikation und einer Webanwendung. Die Serverapplikation wurde mit der Programmiersprache Java entwickelt und ermöglicht es, Daten zu empfangen, diese aufzubereiten und über die beiden Varianten zu verteilen. Die Webanwendung wurde in JavaScript geschrieben und ist fähig, Sensordaten über die beiden Varianten zu empfangen und auf einer Kartenkomponente darzustellen. Das System wurde konfiguriert um das Rufzeichen, die Höhe, die Ausrichtung und die Position von Flugobjekten aus einem ADS-B Empfänger, welcher an das System angeschlossen ist, auszulesen und auf der Webanwendung darzustellen. Die Vergleichsmessungen haben ergeben, dass beide Varianten zuverlässig die Daten übertragen. Unterschiede zeigten sich jedoch bei den quantitativen Aspekten der Datenübertragung. So ist bei der Websocket-Variante die Latenzzeit kleiner, die übertragene Datenmenge geringer und der maximale Durchsatz grösser als bei der SOS-Variante. Websockets überzeugten somit bei den Vergleichsmessungen in den Punkten Echtzeitfähigkeit und Performanz. Basierend auf diesen Ergebnissen, wird für die Übermittlung von Nah-Echtzeit-Sensordaten in einer Webanwendung der Einsatz von Websockets empfohlen.


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