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UNIGIS Abschlussarbeiten


Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zu Geoinformatik-Themen?
Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

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Gianreto Schaad [07-2017]:

Halbautomatische Extraktion bodennaher Vegetation aus Airborne Laserscanning-Daten als Grundlage für OL-Karten

Diese Arbeit ist online verfügbar: Download


Airborne Laserscanning liefert eine dreidimensionale Punktwolke mit einer riesigen Menge an Daten. Die Herausforderung ist, aus diesen Geodaten die relevanten Informationen über die Vegetation für die Grundlage einer OL-Karte zu gewinnen. Eine OL-Karte ist eine detaillierte topographische Karte, die zusätzliche Angaben zur Belaufbarkeit des Geländes enthält. Um die Chancengleichheit bei Wettkämpfen weltweit zu wahren, sind die OL-Karten durch die Darstellungsvorschriften ISOM des Internationalen OL-Verbandes IOF genormt. Bei der Kartierung der Vegetation unterscheidet die ISOM zwischen Bodenbewuchs und Laufbehinderung durch dichten Wald. Diese Master Thesis befasst sich mit der Analyse der bodennahen Vegetation im Wald. «Bodennah» bezieht sich in dieser Arbeit auf die Zone zwischen dem Boden und 3m darüber. In diesem Bereich bewegt sich der OL-Läufer. Die korrekte Darstellung der Vegetation gemäss ISOM ist für den OL-Kartographen sehr zeitintensiv, insbesondere in den Wäldern des Schweizer Mittellands. Diese zeichnen sich durch viele kleine Vegetationsflächen aus, die einzeln kartiert oder generalisiert werden müssen. Detailreichere, klassierte und lokalisierte Grundlagen über die Vegetation sollen dem OL-Kartographen bei der Kartierung im Gelände helfen und somit zu weniger zeitlichem Aufwand führen. Diese Arbeit zeigte, dass anhand von im Gelände erfassten Stichproben die Grenzwerte der Vegetationsklassen bestimmt werden konnten. Daraus liess sich das Vegetationsmodell für das Testgebiet berechnen. Durch Geländeaufnahmen wurde das Testgebiet kartiert. Der Vergleich zwischen dem Modell und der OL-Karte lieferte interessante Erkenntnisse. Die Vegetation konnte deutlich besser detektiert werden als der Bodenbewuchs. Ein visueller Vergleich zwischen Karte und Modell zeigte, dass alle kartierten Vegetationsflächen auch als solche im Modell erkannt wurden. Nur die Grösse, Form und Klassierung innerhalb der Vegetationsklassen war unterschiedlich. Für die bessere Berechnung des Bodenbewuchses sind aktuellere ALS-Daten notwendig, die genügend korrekt klassierte Punkte im Bereich zwischen Boden und 1m darüber beinhalten. Basierend auf dieser Arbeit entstand in der Kartographie-Software OCAD ein neues Modul zur interaktiven Aufbereitung der Grundkarte für die Vegetationskartierung aus Airborne Laserscanning-Daten. Dieses Modul ermöglicht eine neuartige interaktive Analyse der Vegetation und liefert dem Kartographen eine genauere, informativere Grundlage für die anschliessende Kartierung im Gelände.


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