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Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zu Geoinformatik-Themen?
Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

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Thomas Zuberbühler [11-2016]:

Von der topographischen Karte zum Liniennetzplan - Möglichkeiten der Automatisierung der graphischen Nachbearbeitung

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Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der Automatisierung von Teilaufga-ben der manuellen graphischen Nachbearbeitung von Liniennetzplänen. Liniennetzpläne von Verkehrsnetzwerken sollen den Passagieren die Orientierung erleichtern. Zu diesem Zweck werden topographische Karten soweit vereinfacht, dass nur die notwendige Infor-mation ersichtlich ist. Weltbekannt wurde der Liniennetzplan der Londoner U-Bahn (Tube Map) von Henry Beck. Auf ihn gehen Regeln für die Darstellung von schematischen Linien-netzplänen zurück, z.B. die Darstellung von Streckensegmenten mit 45 Grad Winkeln oder einem Vielfachen davon (Oktilinearität). Solche Liniennetzpläne enthalten graphische Ele-mente (Signaturen), welche die Netzwerkinformation sowie Landmarken und eventuell Points of Interest repräsentieren. Im Zuge seiner Literaturrecherche kommt der Autor zum Ergebnis, dass bereits eine Anzahl von Ansätzen zur automatisierten Erstellung von Liniennetzplänen in der Fachli-teratur beschrieben wird. Einzelne dieser Ansätze erweisen sich als nützlich, um einen schematisierten Liniennetzplan zu erstellen, welcher ein Streckennetz abbildet, jedoch keine detaillierten Routeninformationen und auch keine anderen Kartenelemente berück-sichtigt. Ausgehend von einem solchen schematisierten Streckennetz beschäftigt sich der Autor mit den Problemen, die entstehen, wenn dem Liniennetzplan Informationen hinzu-gefügt werden. Die Darstellung des reinen Streckennetzes bietet vielfach zu wenig Platz, um alle benötigten Informationen einzupflegen. Der Platzbedarf dieser Informationen be-dingt eine laufende Anpassung der graphischen Darstellung, die immer komplexer wird, je mehr Informationen hinzugefügt werden. Hier setzt der Autor mit seiner Methode der Automatisierung an. Er entwickelt ein Verfahren, um den Platzbedarf der Routeninforma-tionen und Haltestellen-Signaturen zu ermitteln. Um den benötigten Platz zu schaffen, müssen benachbarte Elemente iterativ verschoben (verdrängt) werden. Der Vorgang der Verdrängung erzeugt vor allem mit dem Kriterium der Oktilinearität Konflikte, die der Au-tor mit Hilfe der von ihm entwickelten Algorithmen korrigiert. Anhand von Beispielen wer-den zwei Korrekturverfahren demonstriert, wobei eines sich des Verfahrens der Skalierung bedient und das andere Knoten iterativ verschiebt, bis der Konflikt gelöst ist. Das zweite Verfahren erfordert unter Umständen die Wiederherstellung der Oktilinearität durch wei-tere Verschiebeprozesse. Die Problemstellungen von Liniennetzplänen sind so unterschiedlich, dass immer wieder Einzelprobleme auftreten, die durch ein Standardverfahren nicht gelöst werden können. Auch im Beispiel des Autors ergeben sich Problemfälle, die mit seinem Ansatz nicht gelöst werden können, was aber erst bei der Implementierung deutlich wird. Für die Praxis bedeutet dies, dass immer mit Sonderfällen bei der Erstellung von Liniennetzplänen zu rechnen ist, die der manuellen Nachbearbeitung vorbehalten bleiben.


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