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UNIGIS Abschlussarbeiten


Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zu Geoinformatik-Themen?
Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

Gabriele Dall [05-2005]:

Crime Mapping in Hamburg. Eine Suche nach alternativen Darstellungsformen der Straftatenverteilung

Diese Arbeit ist online verfügbar: Download


Der Einsatz von Geographischen Informationssytemen (GIS) ist aus dem Umfeld der Polizeiarbeit – und insbesondere auch aus dem Themenbereich der Straftatenanalyse nicht mehr wegzudenken. Dies ist dem ersten Teil dieser Arbeit zu entnehmen, in dem die Entwicklung der Crime-Mapping Anwendungen und Methoden beschrieben wird. Im Verlauf der vergangenen 10 Jahre wurden große Anstrengungen vorgenommen, mit Methoden der explorativen Datenanalyse die räumliche Verteilung von Straftaten aufzubereiten und Schwerpunkte zu erkennen. Diese Anwendungen wurden bisher allgemein als Expertensystem an einzelnen GIS-Arbeitsplätzen eingeführt. Die Hamburger Polizei ist mit der Anwendung GISPOL einen anderen Weg gegangen. Die Straftaten werden dort unmittelbar in ein Intranet-GIS eingestellt und den Anwendern zeitnah zur Verfügung gestellt. Die Straftaten werden als Punkte abgebildet. Die Punkte repräsentieren jedoch nicht die tatsächlichen Tatorte, sondern stellen einen Straßenabschnitt dar, der dem Tatort am nächsten liegt. Bisher sind keine räumlichen Analysen (abgesehen von den Standardfunktionen der Intranet-GIS-Anwendung) vorhanden. Das Ziel dieser Arbeit besteht nun darin, Methoden zu untersuchen, mit deren Hilfe die räumliche Darstellung der Straftaten verändert und das Erkennen von Schwerpunkten erleichtert werden soll. Über diese Suche nach geeigneten Methoden berichtet der zweite Teil dieser Arbeit. Neben den bekannten Verfahren der Quadrat-Methode und der Kernel Density-Estimation (KDE) wurde auch eine bisher unbekannte Methode für die Straftatenanalyse – die Potentialanalyse – untersucht. Auch die von Anselin (1995) und Getis & Ord (1992 und 1995) vorgestellten Methoden zur Untersuchung lokaler Beziehungen in räumlichen Datensätzen (LISA-Statistiken) wurden eingesetzt, da sie in die neue ArcGIS-Generation (ArcGIS 9.x) Eingang gefunden haben. Die Daten wurden sowohl nach räumlichen als auch nach raum-zeitlichen Kriterien untersucht. Insbesondere die Darstellung der raumzeitlichen Verteilung der untersuchten Straftaten (Einbrüche und Diebstähle des Jahres 2003) zeigten sich erhebliche Unterschiede im Hinblick auf die dargestellte raum-zeitliche Verteilung aber auch im Hinblick auf die Ergebnisse, die mit den unterschiedlichen Methoden erzielt wurden. Im Kapitel 7 des II. Teils wurde dann das „Spatial Data Mining“ als zukunftsweisende Methode zur Untersuchung räumlicher Daten vorgestellt. Insbesondere die bisher entwickelten Verfahren zum Aufdecken räumlicher Cluster lassen einen großen Nutzen für die Hot-Spot Analyse im Crime-Mapping erwarten – auch wenn in dieser Arbeit keines der bisher in der Literatur vorgestellten Methoden zur Untersuchung der Hamburger Daten eingesetzt wurden. Es wird jedoch erwartet, dass sich diese Methoden unmittelbar in die Datenbank integrieren lassen und somit auf die Datenbank-Infrastruktur zur Verwaltung räumlicher Daten zurückgreifen können.


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