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UNIGIS Abschlussarbeiten


Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zu Geoinformatik-Themen?
Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

Tom Barnig [12-2016]:

Untersuchung des Einflusses von Menschenmengen als Widerstandsfaktor auf die Standortplanung von Rettungskräften bei Veranstaltungen

Diese Arbeit ist online verfügbar: Download


Die vorliegende Masterarbeit untersucht den Einfluss von Menschenmengen als Widerstandsfaktor auf die Einsatz- und Standortplanung von Rettungskräften bei Veranstaltungen. Insbesondere wird untersucht, welchen Einfluss eine durch eine Menschenmasse eingeschränkte Fortbewegung auf die zeitliche und räumliche Abdeckung eines Veranstaltungsgeländes durch die Rettungstrupps hat. Von den Ergebnissen werden einsatztaktische Hinweise abgeleitet, wie die Einsatzplanung bei Veranstaltungen unter Berücksichtigung der Menschenmengen verbessert werden kann. Zahlreiche Autoren haben in ihren Arbeiten einen einschränkenden Effekt von Menschenmengen auf die Fortbewegung von Individualpersonen und Gruppen nachgewiesen. Dabei wirkt sich insbesondere die Personendichte auf die Fortbewegungsgeschwindigkeit aus, da die jeweiligen anderen Personen als Hindernisse bei der Bewegung durch eine Menge angesehen werden können. Je höher dabei die Dichte, umso größer ist der bremsende Einfluss auf die Geschwindigkeit, bis hin zu einer maximalen Dichte von ca. 6 Personen pro Quadratmeter, ab wo keine Fortbewegung mehr möglich ist. Auch für die Bewegung von Rettungskräften wurde der gleiche Einfluss der Personendichten nachgewiesen. Zur Bestimmung des genauen Einflusses wurde eine praktische Untersuchung an vier Fallbeispielen unter Zuhilfenahme eines geographischen Informationssystems durchgeführt. Für vier reale Fallbeispiele wurden die Personendichten erhoben und mittels geoinformatischen Werkzeugen als Kostenfaktor für eine Netzwerkanalyse verarbeitet. Anschließend wurden die Einflüsse zwischen einer widerstandsfreien und einer widerstandsbehafteten Fortbewegung durch Berechnung von Einzugsgebieten und Location-Allocation-Analysen verglichen. Das Ergebnis der Arbeit zeigt, dass Menschenmengen durchaus einen Einfluss auf die Fortbewegung von Rettungskräften haben können und somit auch im Rahmen der Einsatzplanung berücksichtigt werden sollten. Je höher die Personendichte, umso signifikanter ist dabei der Widerstandseinfluss der Menschenmenge. Die zeitliche und räumliche Abdeckung eines Veranstaltungsgeländes durch Rettungskräfte von vorgegebenen Standorten ist deshalb bei hohen Dichten schlechter als bei geringeren Dichten. Der Widerstandseffekt ist bei kleinen Personendichten (≤ 0,6 P/m2) für die Einsatzplanung jedoch in allen Hinsichten vernachlässigbar gering. Erst bei hohen durchschnittlichen Dichten (≥ 1,9 P/m2) innerhalb einer vorgegebenen Fläche sollte die Einsatzplanung die Verteilung der Menschenmengen auf dem Veranstaltungsgelände zwingend mit berücksichtigen.


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