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UNIGIS Abschlussarbeiten


Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zu Geoinformatik-Themen?
Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

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Matthias Grothe [12-2006]:

Low Cost Precision Farming. Ein günstiger Einstieg in Precision Farming ist möglich

Diese Arbeit ist online verfügbar: Download


Ein viel versprechendes Konzept für die heutige Landwirtschaft ist die teilflächenspezifische Bewirtschaftung, die den meisten wohl als Precision Farming bekannt sein wird. Unter Precision Farming versteht man eine auf Teilschlagebene, an die Variabilität des Standortes und der Bestandsparameter ausgerichtete Landwirtschaft mit den Zielen Betriebsmittel wirkungsvoller einzusetzen, umzuverteilen oder gar einzusparen, die Erhöhung der Ertragsquantität und -qualität sowie einer nachhaltigen, integrativen und umweltschonenden Landwirtschaft. Schlüsselkomponenten zur Durchführung von teilflächenspezifischen Bewirtschaftungsmaßnahmen im Sinne von Precision Farming sind Geoinformationssysteme (GIS), Global Position System (GPS), verschiedene Sensoren und schlagbezogene Daten wie z. B. Satelliten- und Luftbilder, Nährstoffanalysen und Ertragsdaten. Trotz der propagierten Vorteile, welche durch den Einsatz von Precision Farming für den Landwirt entstehen, bleibt die Anwendung in der landwirtschaftlichen Praxis hinter den Erwartungen zurück. Damit Precision Farming von den Landwirten eingesetzt wird, müssen nach den neuesten Analysen von Umfrageergebnissen die Anschaffungskosten gesenkt, die Rentabilitätsaussagen verifiziert, der hohe Zeitaufwand für die Einarbeitung verringert und die Kompatibilität zu unterschiedlichen Maschinenkomponenten gewährleistet werden. Die vorliegende Arbeit widmet sich der Frage, ob es möglich ist mittels kostengünstigen schlagbezogenen Daten und der Nutzung von Hardware aus dem Consumer-Bereich einen kostengünstigen und vereinfachten Einstig in die Materie Precision Farming aufzuzeigen, welche auch von kleinen Betrieben ohne hohes Investitionsrisiko angewandt werden kann. Die Landwirtschaftlichen Betriebe können so erste Erfahrungen mit Precision Farming sammeln, eruieren ob Precision Farming auf ihren Betrieb funktioniert und ob sich Vorteile aus der teilsschlagspezifischen Bewirtschaftung für sie ergeben. Zu diesem Zweck wurden kostengünstige Fernerkundungsdaten aus Google Earth und von der landwirtschaftlichen Antragstellung für die EU-Flächenbeihilfen zusammen mit vorhandenen 2 jährigen Zusammenfassung Ertragsdaten zur Ableitung von Management Units verwendet. Mittels der Verwendung von einfacher Ratiobildung und Vegetationsindizes bis hin zur Einzelkanalauswertung wurde versucht, den Aufwand zur Erstellung von Management Units so gering wie möglich zu halten, um damit Kosten bei der Verarbeitung zu sparen. Des weiteren wurden Hard- und Softwarelösungen aufgezeigt welche in Kombination der erstellten Management Units eine kostengünstigere Alternative zu den herkömmlichen Steuergeräten darstellt. Als Ergebnisse sind festzuhalten: Es gibt durchaus kostengünstige schlagbezogene Daten, welche man zur Ableitung von Management Units verwenden kann. Die Verwendung diesr Daten ist nicht uneingeschränkt möglich. Hardware aus dem Consumer-Bereich kann und wird auch schon zur Ansteuerung von landwirtschaftlichen Maschinen genutzt. Nur die hier aufgezeigte vollautomatische Variante ist erheblich günstiger alseine herkömmliche Precision Farming Lösung. Für kleine Betriebe die in Eigenregie für sich Precision Farming anwenden möchten, gibt es momentan keine wirklich praktikable Lösung. Durch die Etablierung des ISO-BUS Systems wird es zu einer weiteren Vereinfachung der Technik kommen, so dass eventuell Landmaschinen ohne Jobrechner und Traktorterminal direkt über einen PDA oder PoketPC angesteuert werden können. Dies würde eine erhebliche Kostensenkung mit sich führen, die soweit gehen würde, dass man dann von einem wirklichen low-cost Ansatz sprechen könnte, der auch f+r kleinere Betriebe finanziell anwendbar wäre.


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