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UNIGIS Abschlussarbeiten


Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zu Geoinformatik-Themen?
Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

Jens Päzolt [02-2008]:

Eignung der satellitengestützten Fernerkundung für das biologische Monitoring nach EU-Wasserrahmenrichtlinien

Diese Arbeit ist online verfügbar: Download


Im Bundesland Brandenburg existieren 3168 Seen >1 ha, deren Nährstoffhaushalt von oligo- bis hypertroph reicht. Schwankungen im Jahresverlauf weisen insbesondere die limnochemischen Parameter Chlorophyll a und Sichttiefe auf. Die Seen lassen sich hinsichtlich ihrer limnochemischen Eigenschaften in 8 Seetypen differenzieren, von denen 3 Typen mit Chl-Gehalten <6, 6-50 und >50 µg/l für die biooptische Modellierung verwendet wurden. Die biologischen Bewertungsverfahren der Wasserrahmenrichtlinie für Makropyhten und Phytoplankton weisen eine enge Kopplung zur Chl-Konzentration der Seen auf, womit der Zustand nach WRRL indirekt über die Chl-Konzentration erfassbar ist. Eine Matrix zur Bewertung der Seen nach LAWA-Trophie-Index und nach WRRL wurde aufgestellt und die auftretenden Fehler ausgewiesen. 8 ausgewählte Satelliten wurden hinsichtlich ihrer spektralen und räumlichen Auflösung auf Eignung für das Seemonitoring nach WRRL getestet. Eingangsdaten des Tests der spektralen Eignung waren 189 In Situ-Daten Brandenburger Seen, die mit einem speziell parametrisierten biootpischen Modell in Oberflächenreflektanzen und diese mit sensorspezifischen Funktionen in multi- und hyperspektral aggregierte Satellitenbänder umgerechnet wurden. Aus diesen synthetischen Daten wurde die Ableitungsmöglichkeit des Chl mittels Regressionen getestet, wonach alle Sensoren eine hohe Auflösung des Chl-Signals bei geringen RMS-Fehlern ermöglichen. Besonders geeignet aufgrund ihrer Bänder im NIR-Bereich sind die Satelliten RapidEye, ChrisProba2, EnMap. Hierbei wurde noch nicht die radiometrische Funktionalität der Satelliten und der durch die Atmosphärenkorrektur hinzukommende Fehler berücksichtigt. Die räumliche Auflösung der Sensoren wurde durch Rasterung der ATKIS-Daten mit unterschiedlichen Rasterzellgrößen untersucht. Wichtiges Kriterium war der Anteil der über die Seefläche (incl. Eines 20m-Flachwasserbereiches) hinausgehenden Rasterzellen, der 10% nicht überschreiten durfte. Danach eignen sich für das Monitoring nach WRRL Sensoren mit räumlicher Auflösung ab 30x30m. Bei Einbeziehung kleinerer Gewässer in das Satellitenmonitoring ist die Verwendung von 5x5m empfehlenswert. Vor dem Hintergrund der räumlichen und spektralen Auflösung eignet sich insbesondere RapidEye sowohl für ein satellitengestützes Übersichtsmonitoring im Sinne der WRRL als auch für kleinere Gewässer.


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