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UNIGIS Abschlussarbeiten


Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zu Geoinformatik-Themen?
Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

Christian Ulrich [10-2010]:

Objektbasierte Klassifizierung landwirtschaftlicher Nutzungsarten im Rahmen der InVeKoS-Kontrolle

Diese Arbeit ist online verfügbar: Download


Durch eine Verordnung der Europäischen Union aus dem Jahr 2000 wurden die Mitgliedsstaaten verpflichtet, für die Kontrolle landwirtschaftlicher Beihilfen, ein Geogra- phisches Informationssystem (GIS) zur Identifizierung landwirtschaftlicher Parzellen auf der Grundlage von Geobasisdaten, einzuführen. In Baden-Württemberg ist aus dem 2001 begonnenen Projekt die Fachanwendung GISELa (GIS-Entwicklung Landwirtschaft) hervorgegangen. Als Referenzparzelle wurde das Flurstück, eine im Kataster abgegrenzte Fläche übernommen. Insbesondere bei (großen) Flurstücken, die neben landwirtschaftlichen Nutzungen auch nicht landwirtschaftlich genutzte Bereiche enthalten, wird die tatsächlich beihilfefähige Fläche nur unzureichend wieder gegeben. Durch die Einführung einer Datenebene, welche für alle beihilfefähigen Flurstücke flächendeckend die landwirtschaftlichen Nutzungen enthielt, konnte das Problem gelöst werden und anhand dieser Geodaten die maximal beihilfefähige Fläche ermittelt werden. Durch den stetigen Wandel unserer Umwelt unterliegen Geodaten einem natürlichen Alterungsprozess. In der Diskussion um die Fortführung dieser Daten wurde u.a. der Einsatz von Fernerkundungsmethoden diskutiert. In dieser Arbeit wurden daher für zwei im Westallgäu gelegene Untersuchungsgebiete auf der Basis von hoch aufgelösten CIR-Aufnahmen und LIDAR-Daten eine objektbasierte Klassifizierung durchgeführt und in Anlehnung an die bestehenden landwirtschaftlichen Nutzungsarten ähnliche Objektklassen abgegrenzt. Neben der Klassifizierung der Nutzungsarten bestand die Zielsetzung dieser Arbeit in der Untersuchung der Eignung dieser Daten zur Qualitätssicherung und Veränderungsanalyse der landwirtschaftlichen Nutzungsarten. Dazu wurden die klassi- fizierten Daten als Vektordaten exportiert und in einem GIS analysiert. In einer visuellen Überprüfung anhand der CIR-Aufnahmen konnte den klassifizierten Nutzungsarten eine hohe Qualität bescheinigt werden. Durch eine Verschneidung der klassifizierten Nutzungsarten mit den landwirtschaftlichen Nutzungsarten konnten die zwischen den Datensätzen bestehenden Unterschiede analysiert und die Auswirkungen auf die maximal beihilfefähige Fläche der Flurstücke untersucht werden, da diese im Hinblick auf die Kontrolle von besonderem Interesse sind. Die festgestellten Unterschiede ließen sich auf tatsächliche Veränderungen, auf Zuordnungsunterschiede der Objektklassen und Digitalisierungsungenauigkeiten und -fehler sowie auf Klassifizierungsfehler zurückführen. Abschließend lässt sich sagen, dass die klassifizierten Daten eine hohe (geomet- rische) Qualität aufweisen und daher durchaus für die Qualitätssicherung und Veränderungsanalyse geeignet erscheinen. Hinsichtlich der Übertragbarkeit des Klassifizie- rungsregelwerkes besteht noch Überprüfungs- und Verbesserungsbedarf.


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