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UNIGIS Abschlussarbeiten


Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zu Geoinformatik-Themen?
Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

Tobias Fleischmann [04-2008]:

Webprocessing Service For Moving Objects Analysis

Diese Arbeit ist online verfügbar: Download


OpenGIS konforme Katalog-, Darstellungs- und Zugriffsdienste für verteilte Geodaten sind weit verbreitet und integraler Bestandteil von Geodateninfrastrukturen (GDIs). Daten verarbeitende Dienste zur Prozessierung in großer Menge vorliegender Geodaten in mehrwertschaffende Informationen sind jedoch kaum vorhanden. Aktuelle Entwicklungen in der Unterhaltungselektronikund im militärischen Sektor bringen Sensoren hervor, die massig räumlich-temporale Daten erzeugen und daher einer nachgelagerten Verarbeitung bedürfen. Der Autor präsentiert in dieser Arbeit einen Geoprozessierungsdienst zur Analyse beweglicher Objekte. In einem auf den Prinzipien von Model Driven Architecture (MDA) basierenden Softwareentwicklungsansatz, beginnend mit einer Analyse von Anwendungsfällen, werden Konzepte aus den Disziplinen der räumlich-temporalen Modellierung und Moving Objects Databases zur Ableitung der SW Architektur angewandt. Ein plattformunabhängiges Modell beschreibt einen Datentyp für bewegliche Objekte mit entsprechenden Analyseoperationen. Im nachfolgenden Schritt wird darauf aufbauend ein Dienst entwickelt, der diese Verarbeitungsfunktionalität mittels Internettechnologie zugreifbar macht. Der erst kürzlich als Implementierungsspezifikation verabschiedet OGC Web Processing Service Standard erlaubt die Definition anwendungsspezifischer Prozesse. Solch ein individueller Prozess führt die eigentlich Datenverarbeitung durch, während die WPS Schnittstelle festlegt, wie Ein- und Ausgabedaten zu sind und Aufrufe des Dienstes abzuwickeln sind. Um Eingabedaten, wie es der Standard vorgibt, GML codiert als Parameter übergeben zu können, wird ein entsprechendes Anwendungsschema für bewegliche Objekte, basierend auf dem sogenannten Dynamic Feature Core Schema, erstellt. Eine Webapplikation, auf Basis des deegree SW Frameworks entwickelt, weist die Umsetzbarkeit des entwickelten Konzeptes nach. Ein Crosses-Prozess, welcher den zeitlichen Verlauf einer räumlich-temporalen Beziehung zwischen einem beweglichen Objekt und einem Interessensgebiet untersucht, wird prototypisch implementiert und auf einem Apache Tomcat Servlet Container deployt. Diese Arbeit verknüpft Konzepte, welche von Haus aus keine direkte Beziehung zueinander haben: Analyse von beweglichen Objekten und Open-GIS Web Services (OWS). Betrachtet man bewegliche Objekte als räumlichtemporale Instanzen mit einer sich im Laufe der Zeit ändernden Position und deren Analyse als eine Geoprozessierungsaufgabe, so bietet das OGC Framework mit seinen Standards die geeigneten Mittel, einen standardisierten, verteilten Dienst zur Verarbeitung räumlich-temporaler Daten zu implementieren: eine OWS Implementation Specification zur Entwicklung einer WPS Schnittstelle und die Geography Markup Language (GML) mit dem Dynamic Feature Schema zur Erstellung eines Applikationsschemas zur Definition eines Datentyps für bewegliche Objekte. Zur Fortsetzung dieser Arbeit bieten sich einige Themengebiete an: Analyse von Web Service Orchestrierung (WSO) zum Aufbau komplexer, räumlich-temporaler Verarbeitungsketten, Untersuchung semantischer Interoperabilität oder die Betrachtung von Performance-Aspekten zur Effizienz-und Effektivitätssteigerung von Web Service Infrastrukturen.


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