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UNIGIS Abschlussarbeiten


Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zu Geoinformatik-Themen?
Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

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Manuel Gatzweiler [11-2008]:

GIS-gestützte Standortermittlung anhand ausgewählter Umweltfaktoren

Diese Arbeit ist online verfügbar: Download


Aufgabe der Stadtplanung ist es, unter Berücksichtigung zahlreicher Belange die Entwicklung der Bodennutzung innerhalb des Gemeindegebiets zu steuern. Vor allem bei großräumigen Planungen ist die Komplexität einer abschließenden sachgerecht abgewogenen Entscheidungsfindung in einem vielschichtigen Geflecht unterschiedlichster alternativenspezifischer Einzelbewertungen vielfach immens. Ziel dieser Arbeit war es, einen möglichen Ansatz zu finden, um im Hinblick auf einen Teil der Gesamtproblematik mit technischen Mitteln eine mehrere Themen umfassende aggregierte Entscheidungsgrundlage zu erzeugen. Eine Kombination von Methoden der geographischen Informationsverarbeitung und der multikriteriellen Entscheidungsunterstützung wurde dabei zur Anwendung gebracht, um die aus Umweltsicht geeigneten Standorte für die Ausweisung bzw. Verdichtung von Wohnnutzung zu ermitteln. Hierzu wurden zunächst auf Basis von Literaturrecherchen und Expertengesprächen Umweltfaktoren ermittelt, die für die als Untersuchungsgebiet gewählte Stadt Duisburg als besonders bedeutend angesehen werden. Unter Verwendung der Fuzzy-Set-Theorie entliehener Methoden wurden die den einzelnen Umweltthemen zielgerichtet zugrunde gelegten Daten entsprechend der jeweils relevanten fachlichen Vorgaben in standardisierte Karten überführt, anhand derer die aus Sicht des einzelnen Belangs spezifische Flächeneignung für die anvisierte Wohnnutzung abgelesen werden kann. Methoden des Analytic Hierarchy Process (AHP) und des Ordered Weighted Average Approach (OWA) dienten im Anschluss dazu, die derart generierten Eignungskarten unter Berücksichtigung einer die Entscheidungssituation repräsentierenden hierarchischen Struktur sukzessive zu einer umfassenden Beurteilungsgrundlage zusammenzuführen. Dabei wurden unter Variation bedeutender Modellvariablen verschiedene Szenarien erzeugt, um die Robustheit der Ergebnisse zu überprüfen. Es zeigte sich, dass für große Teile des Untersuchungsgebiets in Abhängigkeit von den getroffenen Annahmen erheblich differierende Empfehlungen für die Planung resultieren. Allerdings konnten auch verschiedene Bereiche ermittelt werden, für die aus Sicht der betrachteten Umweltbelange mit vergleichsweise großer Sicherheit von einer hohen Standorteignung für Wohnbebauung ausgegangen werden kann. Auch wenn sowohl in inhaltlicher als auch in methodischer Hinsicht zum Teil erheblicher Weiterführungsbedarf besteht, kann der in dieser Arbeit verfolgte Ansatz grundsätzlich als flexibles Modellierungswerkzeug für Entscheidungssituationen der betrachteten Art und unter bestimmten Voraussetzungen sinnvoll einsetzbares Instrument zur Erstellung von rational nachvollziehbaren Planungsgrundlagen angesehen werden.


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