Termine

Aktuelles

UNIGIS Abschlussarbeiten


Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zu Geoinformatik-Themen?
Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

Simone Patula [08-2009]:

Erweiterte Gefahrenhinweiskarte und Risikohinweiskarte für Steinschlag am Beispiel des Landkreises Miesbach

Diese Arbeit ist online verfügbar: Download


Stichworte: Gefahrenhinweiskarte, Erweiterte Gefahrenhinweiskarte, Risiko, Risiko-hinweiskarte, Steinschlag, Intensität, räumliche Auftretenswahrscheinlichkeit, Vulnerabilität, ArcGIS, Raster-Overlay, Index-Methode, Automatisierung, ModelBuilder In alpinen Regionen sind Naturgefahren seit jeher ein Thema. Darum, und basierend auf dem Übereinkommen zum Schutz der Alpen von 1991, welches u.a. die Ausweisung von durch Massenbewegungen gefährdeten Gebiete vorgibt, werden am Bayerischen Landesamt für Umwelt im Zuge des Projektes „Gefahrenhinweiskarte Bayerische Alpen“ seit 2007 Gefahrenhinweiskarten für die Prozesse Steinschlag, tiefreichende Rutschungen und Hanganbrüche erstellt. Diese Karten geben einen Überblick über die Prozessräume im Maßstab 1:25.000. Bisher wurden die Alpenanteile der Landkreise Oberallgäu und Miesbach fertiggestellt, die restlichen Landkreise des deutschen Alpenraums sollen bis 2011 bearbeitet werden. Da in den Gefahrenhinweiskarten nur eine räumliche Übersicht über die potenziellen Ereignisse gegeben wird, wurde in dieser Arbeit versucht, zunächst für den Landkreis Miesbach zusätzliche Informationen über den Grad der Gefährdung und das Risiko durch Steinschlag zu erhalten. Dabei wurden die bereits bestehenden Ergebnisse der Steinschlagsimulation für die Gefahrenhinweiskarten sowie ATKIS - Daten als Datengrundlage verwendet. Weitere Ziele waren, die Bearbeitung ausschließlich mit der Software ArcGIS (ESRI) durchzuführen, sowie den Vorgang zur Erstellung der digitalen Karten in Hinblick auf weiter folgende Gebiete durch die Erstellung einer „Georisiko-Toolbox“ weitgehend zu automatisieren. Ein erster Schritt war die Definition der neuen Karten, da sie auf Grund des Maßstabes die Voraussetzungen von Gefahren- und Risikokarten nicht erfüllen können. Ergebnisse sind eine ‚Erweiterte Gefahrenhinweiskarte’ und eine ‚Risikohinweiskarte’. Die ‚Erweiterte Gefahrenhinweiskarte’ entstand durch die Kombination von Daten zur Intensität des Sturzvorganges, nämlich den maximalen Energien entlang der Sturz-bahnen, mit der räumlichen Auftretenswahrscheinlichkeit von Steinschlag. Die räumliche Auftretenswahrscheinlichkeit wurde hierbei durch die Anzahl der eine Rasterzelle schneidenden Steinschlagtrajektorien repräsentiert. Für die Kombination der Daten wurde die Raster-Overlay Methode gewählt. Die Bewertung des Gefährdungsgrades und letztendlich auch der ‚Erweiterten Gefahrenhinweiskarte’ erfolgte durch die Ver-gabe von Indizes von 1 - 6. Die ‚Risikohinweiskarte’ entstand durch die Kombination der Ergebnisse der ‚Erweiterten Gefahrenhinweiskarte’ mit der Vulnerabilität potenziell von Steinschlag betroffener Objekte. Die Objekte wurden den ATKIS - Daten entnommen und mit Indizes von 1 - 6 bewertet. Für die Kombination der Daten wurde auch hier die Raster-Overlay Methode gewählt. Zusätzlich zu einer 6-stufige ‚Risikohinweiskarte’ wurde eine 3-stufige ‚Risikohinweiskarte’ mit einem Risikohinweisdiagramm erstellt, welches die Interpretation des Risikopotenzials erleichtern soll. Die Automatisierung erfolgte im ModelBuilder von ArcGIS, wobei ein Teil der Erstellung der ‚Erweiterten Gefahrenhinweiskarte’ auf Grund eines ArcGIS internen Softwarefehlers extern bearbeitet werden musste. Um die Übertragbarkeit der Vorgehensweise auf andere Gebiete zu überprüfen, wurde die im ModelBuilder erstellte Georisiko-Toolbox abschließend auf den Landkreis Oberallgäu angewendet.


Zurck weitere Arbeiten ...