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UNIGIS Abschlussarbeiten


Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zu Geoinformatik-Themen?
Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

Andreas Metzmacher [06-2009]:

Beschreibung des Landschaftsstrukturwandels am Beispiel der Sistig-Krekeler Heide unter Anwendung von Landscape Metrics (LM)

Diese Arbeit ist online verfügbar: Download


Die Beschreibung und Bewertung einer Landschaft mit Strukturmaßen bekommt eine zunehmende Anwendungsorientierung und damit eine wachsende Praxisrelevanz (Walz 2004). Unter anderem ermöglicht die Landschaftsstrukturanalyse den zeitlichen Vergleich mehrer Zeitschnitte untereinander, wodurch ein Wandel im Erscheinungsbild einer Landschaft quantitativ erfasst werden kann. Darüber hinaus können strukturelle Eigenschaften einer Landschaft dazu genutzt werden, eine Landschaftsbewertung, z.B. hinsichtlich des Erhaltungszustandes wertvoller Flächen, durchzuführen und Monitoringaufgaben wahrzunehmen. In der vorliegenden Arbeit wurde am Beispiel der Sistig-Krekeler Heide gezeigt, dass sich Landschaftsstrukturmaße dazu eignen, den Wandel der Landschaft quantitativ zu erfassen und zu beschreiben. Gleichzeitig wurde der Erhaltungszustand der NSG Teilflächen, die sich im Untersuchungsgebiet befinden, ermittelt. Dazu wurden die Ergebnisse der Landschaftsstrukturanalyse mit weiteren naturschutzfachlichen Daten in Verbindung gesetzt. Als Grundlage der Erfassung der Landschaftsbedeckung dienten die Preußische Landaufnahme von TRANCHOT und von MÜFFLING um 1810 im Maßstab 1:25.000 und Luftbildkarten im Maßstab 1:5.000 der Jahre 1982 und 2008. Weitere naturschutzfachliche Daten wurden der Landschaftsinformationssammlung der Landesanstalt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes NRW (LANUV) entnommen und Bezug zur Arbeit von KAM et al. 2004 und dem Bericht zum Geo Tag der Artenvielfalt 2003 in der Sistig-Krekeler Heide (vgl. USL 2003) hergestellt. Der Strukturwandel im Untersuchungsgebiet wurde anhand der Parameter Fläche, durchschnittliche Flächengröße, Mean Shape Index und Grenzliniensumme auf Klassenebene und Grenzliniendichte auf Landschaftsebene erfasst. Zur Beschreibung des Erhaltungszustandes der NSG-Teilflächen kamen darüber hinaus der Proximity-Index und die Core-Area-Analyse zum Einsatz. Im Ergebnis konnte mit Hilfe der Flächenanalyse der generelle Trend der Entwicklung in deutschen Mittelgebirgsregionen, die um 1800 von Heiden bzw. Ödland und Ackerbau dominiert waren, hin zu einer Landschaft die im Wesentlichen durch Grünland- und Forstwirtschaft geprägt ist, aufgezeigt werden. Mit Hilfe der Maße Mean Shape Index und Grenzliniensumme und –dichte wurden Aussagen über den Strukturreichtum und die Formkomplexität im Untersuchungsraum abgeleitet. Dabei wurde festgestellt, dass die Strukturvielfalt und die Verzahnung einzelner Lebensräume im Naturschutzgebiet deutlich höher ist als im restlichen Teil des Gebietes. Die Nachbarschaftsanalyse der Klassen Gebüsch und Hecken zeigte, dass aufgrund von Naturschutzmaßnahmen verbuschte Bereiche rückläufig sind. Schließlich konnte mit der Core-Area-Anlyse gezeigt werden, dass durch Vertragsnaturschutzmaßnahmen Heideflächen im Vergleich zu 1982 im Naturschutzgebiet um mehr als 600 % zugenommen haben. In Verbindung mit weiteren Naturschutzfachdaten ließ sich der Erhaltungszustand der NSG-Teilflächen beschreiben und die Wirksamkeit von Naturschutzmaßnahmen, insbesondere des Vertragsnaturschutzes nach dem Kulturlandschaftsprogramm NRW darstellen.


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