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UNIGIS Abschlussarbeiten


Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zu Geoinformatik-Themen?
Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

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Manuela Ranzinger [05-2010]:

Mobiles GIS als Managementtool im Nationalpark Bayerischer Wald

Diese Arbeit ist online verfügbar: Download


Grundsätzlich ist ein mobiles Geoinformationssystem eine Anwendung die auf einem mobilen, tragbaren Computer installiert ist und mit der Daten mit geografischen, also räumlichem, Zusammenhang erfasst und abgefragt werden können. Mit der Errichtung von Nationalparken wird weltweit das Ziel verfolgt, möglichst ursprüngliche Landschaftsteile dauerhaft als nationales Naturerbe für kommende Generationen zu erhalten. Die Natur soll sich in Nationalparken ohne menschliche Maßnahmen in ihrer ureigentümlichen Dynamik entwickeln. "Natur, Natur sein lassen" lautet daher die Philosophie des Nationalparks und in der Tat, nirgendwo zwischen Atlantik und Ural dürfen sich die Wälder mit ihren Mooren, Bergbächen und Seen auf so großer Fläche nach ihren ureigenen Gesetzen zu einer einmaligen wilden Waldlandschaft, einer "grenzenlosen Waldwildnis", entwickeln. Die Naturschutzzielsetzung in Nationalparken ist in Mitteleuropa aufgrund der zumeist Jahrhunderte währenden Naturgeschichte, der heutigen Besiedlungsdichte und den vielfältigen Interessen und Nutzungsansprüche nicht unumstritten. Gerade im Nationalpark Bayerischer Wald, wo die natürliche Waldentwicklung zu einem großflächigen Absterben der alten Bäume im Hochlagenwald geführt hat, sind über die Nationalparkzielsetzung heftige Diskussionen entbrannt. Die Borkenkäferbekämpfung im Nationalpark ist durch die Nationalparkverordnung festgelegt: Für die praktische Umsetzung bedeutet dies, dass Borkenkäferbekämpfungsmaßnahmen dauerhaft in der Zone III (Randbereich) und Zone IV (soweit die Erholungszone innerhalb des Randbereichs liegt), bis zum Jahr 2027 in der Zone II a und b (Hochlagen im Erweiterungsgebiet und deren Schutzzone) sowie mindestens bis zum Abklingen der akuten Massenvermehrung in der Zone II c (Gebiet zwischen der Schutzzone um den Hochlagenwald im Erweiterungsgebiet und dem Randbereich) durchgeführt werden. Aufgearbeitet werden die vom Borkenkäfer befallenen Bäume sowie vorbeugend die durch Windwurf oder Schneebruch anfallenden potentiellen Brutbäume in den Managementzonen. Um eine wirksame Bekämpfung sicherzustellen, müssen befallene Bäume möglichst frühzeitig erkannt werden. Deshalb werden alle befallsgefährdeten Fichtenbestände ab etwa Ende April bis Oktober laufend kontrolliert. Befallene Bäume werden bei größerem Holzanfall und ausreichender Erschließung eingeschlagen, gerückt, verkauft und schnellstmöglich aus dem Wald abtransportiert. Sofern aus Waldschutzgründen und vom Arbeitsumfang her vertretbar, werden befallene Bäume lediglich gefällt und von Hand entrindet, jedoch nicht abgefahren. Diese Masterarbeit soll ein Konzept zum Aufbau einer Geodateninfrastruktur darstellen, welches die mobile Komponente beinhaltet. Es werden die bestehenden Probleme erläutert und die daraus resultierenden Ziele abgeleitet. In der jetzigen Situation werden vor Ort in einer Karte die befallenen Bäume eingezeichnet, anschließend bekommen die Waldarbeiter bescheid und werden eingewiesen und zum Schluss wird die Karte mit dem Holzpolter - Standort an das Fuhrunternehmen gefaxt, damit diese wissen wo das Holz abgeholt werden kann. Der Nationalpark verfügt über Geodaten und über ein Geoinformationssystem in das die mobile Komponente integriert werden soll. Mit anderen Worten sollen die vorhandenen Geodateninfrastrukturen um den mobilen Aspekt erweitert werden. In meiner Masterarbeit soll die Hypothese dargestellt werden, ob mit dem Einsatz von mobilen GIS die Arbeitsweise des Teams erleichtert werden kann. Der zu erarbeitende Workflow stellt ein theoretisches Modell dar den Arbeitsprozess zu automatisieren.


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