Termine

Aktuelles

UNIGIS Abschlussarbeiten


Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zu Geoinformatik-Themen?
Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

Ralf Kloster [09-2009]:

GIS-basiertes Holzmanagement von Holzhackschnitzelheizwerken

Diese Arbeit ist online verfügbar: Download


Aus Gründen des Klimaschutzes sind nationale und internationale Beschlüsse zur Reduktion der anthropogen verursachten Treibhausgase entstanden. Eine der Maßnahmen, die dieses Ziel unterstützen, ist die Substitution fossiler Energieträger durch nachwachsende Rohstoffe. Aus diesem Grund wurde die Stilllegung eines veralteten Bundeswehr Ölheizwerks beschlossen. Die Wärmeversorgung der militärischen Einrichtungen soll in Zukunft durch ein modernes Holzhackschnitzelheizwerk gewährleistet werden. Dieses Holzheizwerk soll bis zum Jahr 2010 fertig gebaut und in Betrieb sein. Die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch Bundesforst, übernimmt das Management der Energieholzversorgung für das Holzheizwerk. Bundesforst ist gleichzeitig auch verantwortlich für die Bewirtschaftung der Bundeswälder. Der Betrieb des Holzheizwerks und die Waldbewirtschaftung orientieren sich beide an ökonomischen Gesichtspunkten. Deswegen stellt sich zuerst einmal die Frage ob der Standort für ein Holzheizwerk überhaupt geeignet ist. In unserem Beispielfall wird das Holzheizwerk mit Waldholz betrieben. Also muss in erster Linie das Vorkommen von Wald ermittelt werden. Bei höherem Waldanteil wird die Transportentfernungen vom Wald zum Holzheizwerk gegenüber Standorten mit geringer Bewaldung verringert. Was wiederum einen effizienten Betrieb des Holzheizwerks ermöglicht. Für die Ausweisung der Waldflächen werden die Auswertungen der Satellitenaufnahmen aus dem CLC2000 Projekt eingearbeitet. Für die Waldflächen von Bundesforst kann auf GIS-Daten zurückgegriffen die die Informationen über Lage und Struktur des Waldes beinhalten. Neben dem Bewaldungsanteil muss auch die Waldstruktur analysiert werden. Denn Wald ist nicht gleich Wald. Nadelbäume und Laubbäume weisen unterschiedliche Energieinhalte auf, je nach Standort wächst das Holz langsam oder schnell. Die Baumarten werden aus der Verschneidung der CLC2000-Daten und den lokalen Klimadaten, Temperatur und Niederschlag modelliert. Nach der Modellierung steht eine flächendeckende Information über die räumliche Lage der Waldfläche und der dort vorkommenden Hauptbaumart zu Verfügung. Die Ergebnisse der BWI 2 (Bundeswaldinventur) werden in diese Informationen eingearbeitet um zusätzlich zur Lage und Struktur auch Informationen über die zu erwartende Holzmenge treffen zu könne. Dafür werden regionale Zuwachswerte und Sortenstrukturen aus der Ergebnisdatenbank der WEHAM (Waldentwicklungs- und Holzaufkommensmodellierung) übernommen.


Zurck weitere Arbeiten ...