Termine

Aktuelles

UNIGIS Abschlussarbeiten


Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zu Geoinformatik-Themen?
Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

Christin Schneider [04-2010]:

Überprüfung der Wirtschaftlichkeit von Geodateninfrastrukturen

Diese Arbeit ist online verfügbar: Download


In der Geoinformationsbranche ist der Begriff „Geodateninfrastruktur“ (GDI) schon lange kein Fremdwort mehr. Zahlreiche Organisationen, Verwaltungen und Unternehmen beschäftigen sich mit dem Aufbau von Geodateninfrastrukturen, technischen Architekturmodellen, Standards und Basiskomponenten. Eine große Frage stellt sich für viele Akteure, wie ein konkreter Nutzen aus einer Geodateninfrastruktur erlangt werden kann. Hierbei steht vor allem der Mehrwert für die Nutzer im Vordergrund um entsprechende Zahlungsbereitschaften zu bewirken. In diesem Zusammenhang soll anhand ausgewählter Beispiele die Wirtschaftlichkeit auf regionaler Ebene überprüft werden. Verschiedene Studien zeigen, dass ein wirtschaftlicher Nutzen aus Informations- und Kommunikationstechnologien erzielt wird, zum Beispiel beschreibt dies Frau Jaenicke in ihrer Dissertation „Verfahren zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit GIS-gestützter Prozesse“ aus dem Jahr 2007. In dieser Arbeit werden verschiedene Methoden und Verfahren dargestellt, die dies ermöglichen. Als Nutzen einer Geodateninfrastruktur werden vor allem die aktuellen und zentralen Datenbestände gesehen. Geodaten können bei Datenbetreibern direkt und somit aktuell über entsprechende GeoPortale und Web-Dienste abgerufen werden. Die dabei freiwerdenden Zeit- und Personalressourcen, sowie die optimierten Geschäftsprozesse sind ein weiterer Hauptnutzen für Geodateninfrastrukturen. Allerdings befinden sich die Entwicklungen zum Aufbau der Geodateninfrastrukturen erst am Anfang, weshalb es kaum möglich ist, aussagekräftige Angaben diesbezüglich zu erhalten. Ein wichtiger Nutzen, der viel zu sehr unbeachtet bleibt, ist die Informationsweitergabe und Wissensmanagement, welche durch die Vernetzung innerhalb der Geodateninfrastrukturen entsteht. Nicht jede Kommune kann selbstständig eine Geodaten-infrastruktur aufbauen, dass es den Ansprüchen von INSPIRE genügt. Hier sind vor allem Kooperationen gefragt, die dies ermöglichen und von denen alle Seiten profitieren. Verbindungen von Kommunen, Landkreisen, Instituten und Unternehmen bieten nicht nur einen unzähligen Datenfundus sondern auch weitreichende Erfahrungen und Wissen. Auf Grund ihrer personellen Größe und Struktur haben Verwaltungen des Landkreises ganz unterschiedliche Erfahrungen und Wissen zu den INSPIRE-Richtlinien und Geodateninfrastrukturen als kleinere Kommunen. In diesem Zusammenhang gilt es den Wissenstransfer und die gemeinsamen Erarbeitungen innerhalb einer solchen Kooperationsgemeinschaft zu bewerten. Anhand der ausgewählten Arbeitsgemeinschaft Geodateninfrastruktur Südhessen (GDI-Südhessen) wird dieser nicht finanzielle Nutzen durch eine Nutzwertanalyse durchgeführt und bewertet.


Zurck weitere Arbeiten ...