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UNIGIS Abschlussarbeiten


Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zu Geoinformatik-Themen?
Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

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Jörn Kleinbub [01-2011]:

Semantische Interoperabilität von Verkehrsstärken. Entwicklung eines Verkehrsstärkenteilmodells für den OKSTRA kommunal.

Diese Arbeit ist online verfügbar: Download


Diese hier vorliegende Arbeit befasst sich mit einem Teilbereich des Themenfeldes Modellierung und semantische Interoperabilität von Geodaten. Den Schwerpunkt der Arbeit bildet dabei die Entwicklung eines Fachdatenmodells zum Austausch von Verkehrsstärken und ist damit interdisziplinär angelegt. Nach einer allgemeinen Einführung in die Themen GIS, Datenmodellierung und Interoperabilität liegt der Schwerpunkt in der Diskussion der Zusammenhänge zwischen Verkehrsstärken im verkehrswissenschaftlichen Kontext sowie deren Berücksichtigung in aktuellen Datenmodellen. Es wird gezeigt, dass Verkehrsstärken einen multidimensiona- len Charakter aufweisen. Verkehrsstärken sind zeitlich höchst flexible. Von Rohzählwerten, die für eine Viertelstunde an einem bestimmten Tag im Jahr erhoben werden, bis zu aggregierten Verkehrsstärkenwerten, wie Jahreswerten, die im Zuge der europäischer Umgebungslärmrichtlinie zur Klassifizierung von Straßen benötigt werden. Zudem können Verkehrsstärken als IST-Wert oder als Prognosewert vorliegen, um z.B. Auswirkungen von Änderungen an der Straßeninfrastruktur darzustellen. Abhängig vom Untersuchungsfeld können Verkehrsstärken unterschiedliche Raumbezüge aufweisen. Da sich die Arbeit auf den fließenden Verkehr beschränkt, werden die Bezüge zu Straßen- sowie Straßenquerungen (von Fußgängern), Knotenströmen, Routen (z.B. Kordonwerte) herausgearbeitet. Die inhaltliche Dimension eines Verkehrsstärkenwerts umfasst die in dem Wert berücksichtigten Fahrzeuge (Pkw, Lkw usw.) oder auch Fußgänger. Rohzählwerte können auf einzelne Fahrzeugtypen wie Personenkraftwagen oder Radfahrer gemünzt sein, während in aggregierten Verkehrsstärken wie der DTV Fahrzeugtypen zusammengefasst werden. Im Weiteren wird untersucht, wie bestehende Datenmodelle mit dem Thema Verkehrsstärken umgehen und welche Vorgaben bestehen. So zeigt sich, dass es zwar Vorgaben der EU zu diesem Thema in der INSPIRE-Richtlinie gibt, diese Vorgaben aber durch den “widely reused – widely referenced“-Ansatz einen geringen Bezug zum Themenfeld Austausch von Verkehrsstärken aufweisen. Desweiteren werden bereits bestehende Verkehrsmodelle darauf untersucht, inwiefern diese Verkehrsstärken berücksichtigen und unterstützen. Diese Modelle sind das Geographic Standard Model (GDF) in Navigationssystemen, die Anweisung Straßenbank (ASB) der deutschen Straßenbauverwaltungen mit dem Objektkatalog für das Straßenund Verkehrswesen (OKSTRA) als Austauschmodell sowie das kommunale OKSTRA-Modell. Es zeigt sich, dass das Thema Verkehrsstärken in den meisten Modellen kaum Berücksichtigung findet. INSPIRE weist gar keinen Bezug zu Verkehrsstärken auf, die GDF nur marginal indem diese empfiehlt nur Tageswerte als Attribut zu verwalten. Die Modelle für die deutschen Straßenbauverwaltungen der Länder wie ASB / OKSTRA weisen ein Teilmodell auf, das sich explizit mit Verkehrsstärkenwerten beschäftigt. Die Analyse hat ergeben, dass sich dieses Teilmodell stark auf die Erhebung und Auswertung von Straßenverkehrszählungen der Straßenbauverwaltungen der deutschen Bundesländer konzentriert. OKSTRA kommunal als letztes untersuchtes Verkehrsmodell ist noch relativ neu. Bei der Entwicklung des Modells wird der Ansatz verfolgt, einen Objektkatalog für den Datenaustausch zu entwickeln, der sich stärker an den Bedürfnissen der kommunalen Träger orientiert. Die Entwicklung ist dabei offen angelegt. Die Basis des bestehenden Modells bildet das Netzmodell (Knoten-Kanten-Modell) mit noch wenigen Teilmodellen, in denen verkehrsbezogene Sachinformationen verwaltet werden können, kann aber um weitere Teilmodelle erweitert werden. Die Untersuchung zeigt, dass in keinem der untersuchten Modelle eine Verwaltung von Verkehrsstärken möglich ist,


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