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Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

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Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

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Juliane Cron [07-2011]:

3D-Effekte in der 2D-Kartografie Systematische Untersuchung und automatisierte Symbolisierung der Kartenelemente

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Die Verarbeitung und Vermittlung raum-relevanter Informationen ist seit jeher Aufgabe der Kartografie. Das Resultat eines durch die Kartografin oder den Karto-grafen kontrollierten Interpretations-, Auswahl- und Gestaltungsprozesses ist ein verebnetes und symbolisiertes Bild der geografischen Realität: die Karte. Die Dar-stellung der Daten erfolgt mit kartografischen Symbolen, die aus den geometri-schen Primitiven Punkt, Linie und Fläche bestehen. Diese kartografischen Symbo-le können mittels Anwendung der grafischen Variablen nach Jacques Bertin – Grösse, Helligkeit, Muster, Farbe, Richtung und Form – in ihrer Darstellung weiter differenziert werden. Die Kartografie befindet sich seit einigen Jahren im Umbruch: weg von der tradi-tionellen Papierkarte hin zu interaktiven Medien. Bei der Darstellung der Geoin-formation geht der Trend in Richtung realitätsnaher Luft- und Satellitenbildkar-ten, immer häufiger auch in dreidimensionaler Form. Immer beliebter werden zudem nutzergenerierte Datensammlungen. Nutzerinnen und Nutzer können diese via Schnittstellen anderen Personen zur Verfügung stellen oder als Karten-produzenten selbst Geodaten visualisieren. Da sie aber häufig nicht mit den Ges-taltungsrichtlinien der Kartografie vertraut sind, finden sich als Ergebnis oftmals unleserliche Karten in ungenügender grafischer Qualität. Vor diesem Hintergrund muss sich die Kartografie den technischen Entwicklun-gen und den veränderten Interessen der Nutzerinnen und Nutzer anpassen sowie der Vermittlung von kartografischen Gestaltungsrichtlinien in Zukunft vermehrt Beachtung schenken. Die traditionelle Kartografie ist gefordert, ihre Standards in einfach zu verwendende Werkzeuge zu integrieren, um die automatisierte Erstel-lung von attraktiven und korrekt symbolisierten Karten zu ermöglichen. In dieser Masterarbeit wird aufgezeigt, wie eine neuartige, attraktive Kartengrafik durch den Einsatz von 3D-Effekten erzeugt werden kann. Die entstehende Karte verbindet die Vorteile von 2D und 3D, berücksichtigt kartografische Gestaltungs-richtlinien und kommt den aktuellen Nutzerinteressen sowie -gewohnheiten ent-gegen. Diese mit 3D-Effekten gestaltete Karte stellt eine Alternative zu den eher technisch wirkenden «völlig flachen» 2D-Karten dar. Bislang wird ein räumlicher Effekt zwar durch die Kombination mit einer Geländeschummerung erreicht, die einzelnen Kartenelemente bleiben in ihrer Darstellung jedoch flach. Hier setzt die vorliegende Arbeit an: den flachen Elementen einer 2D-Karte wird mittels Reliefierung ein räumlicher Effekt hinzugefügt. Hiermit soll gezeigt wer-den, dass die Karteninhalte besser strukturiert und differenziert, der Abstraktions-grad verringert sowie die Lesbarkeit verbessert werden kann. Die grundlegende Idee, mittels Reliefierung einer klassischen topografischen Karte mehr Attraktivität zu geben und das Kartenlesen zu vereinfachen, stammt aus der Bildhauerei. Analog werden auch dort mittels Reliefierung die zu modellierenden Objekte entweder von einer Ebene ausgehend abgesenkt oder angehoben – d.h. vertieft oder erhöht. Solche Reliefeffekte bringen in der Kartografie allerdings nur dann Vorteile, wenn gleichzeitig die grundlegenden Gestaltungsrichtlinien berücksichtigt werden. In dieser Arbeit wird die Reliefierung deshalb auch systematisch analysiert, im Hin-blick auf einen sinnvollen Einsatz in der Kartografie. Unterschiedliche 3D-Effekte entstehen durch Variation der beiden Beleuchtungsvariablen Beleuchtungsrich-tung und Beleuchtungshöhe. Diese Beleuchtungsvariablen haben Einfluss auf die Helligkeit von Objekten. Da die Helligkeit bereits eine elementare Variable in Bertins Semiologie ist, wird die Beziehung zwischen den Beleuchtungsvariablen und den bestehenden Variablen Bertins erläutert. Abschliessend wird in dieser Arbeit gezeigt, wie sich kartografische Gestaltungs-richtlinien in einfach zu verwendende Werkzeuge – sogenannte Shader – integrie-ren lassen. Die entwickelten Shaderprogramme basieren auf GLSL und werden via OpenGL direkt auf der Grafikkarte ausgeführt. Sie können Nutzerinnen und Nut-zer zukünftig bei der automatisierten Erstellung von eigenen, attraktiven und kor-rekt symbolisierten Karten unterstützen.


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