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UNIGIS Abschlussarbeiten


Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zu Geoinformatik-Themen?
Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

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Alexander Riha [06-2011]:

Ein Vergleich räumlicher Interpolationsmethoden für Grundstückspreise im Bauland

Diese Arbeit ist online verfügbar: Download


Die vorliegende Arbeit untersucht verschiedene, in kommerziellen GIS-Softwareprodukten üblicherweise implementierte, Interpolationsmethoden für Grundstückspreise im Bauland. Aktuelle Grundstückspreise als auch deren Entwicklung sind in der Wirtschaft und Verwaltung von großer Bedeutung, jedoch wenig transparent. Mithilfe flächendeckender Bodenpreiskarten könnte diesem Problem entgegengewirkt werden. Zu diesem Zweck müssen aus den punktuell vorhandenen Daten Schätzungen für die nicht beprobten Grundstücke berechnet werden. Hierzu stehen prinzipiell eine Reihe von Interpolationsmethoden zur Verfügung. Die Arbeit untersucht unter Verwendung der GIS-Software von ArcGIS® die dort implementierten deterministischen Interpolationsverfahren Globale Polynominterpolation, lokale Polynominterpolation, Inverse Distance Weighted, Spline Interpolation sowie die geostatistischen Verfahren Ordinary und Universal Kriging. Die geostatistischen Methoden zeichnen sich durch die Nutzung der räumlichen Autokorrelation aus und haben zu einer stark zunehmenden Anwendung in den verschiedenen Disziplinen geführt. Datengrundlage für die Untersuchungen bilden Grundstückspreise aus der Immobiliendatenbank „immo netZT“ der Firma ZT-Datenforum in Graz für die im Nordwesten der Steiermark liegenden Bezirke Schladming und Gröbming. Nach Aufbereitung, statistischen Analysen, Fehlerbereinigung und Übernahme der Daten in das GISSystem wurden für einzelne Gemeinden, die zwei Bezirke und den gesamten Datenbestand Schätzoberflächen gerechnet und das Ergebnis anhand der Kreuzvalidierung verglichen. Dabei zeigte sich, dass allein auf dieser wenigen Datengrundlage die geostatistischen Methoden den deterministischen Methoden mit Ausnahme der Spline Interpolation überlegen sind. In Hinblick auf einen möglichst geringen mittleren quadratischen Fehler zwischen geschätzten und wahren Wert haben sich die Spline Interpolation mittels „completely regularized spline“ und die geostatistischen Methoden als gleichwertig erwiesen, wobei das Ordinary Kriging ausreichend ist und keine signifikanten Unterschiede zum Universal Kriging aufweist. Im Ausblick wird hingewiesen, dass durch Hinzunahme geeigneter Zusatzinformationen die räumliche Struktur der Grundstückspreise besser beschrieben werden könnte und mittels des erweiterten geostatistischen Verfahrens Co-Kriging genauere Schätzungen zu erwarten sind. Zuletzt wird noch auf neue Forschungen zu Interpolationsmethoden für raumzeitliche Daten hingewiesen, welche die Zeit als weitere Dimension gleichzeitig behandeln.


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