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Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zu Geoinformatik-Themen?
Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

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Stephan Bernhard [02-2011]:

Datenanalyse und 3D-Modellierung - Einsatz von GIS in der Goldexploration - Am Beispiel eines Goldexplorationsprojektes in Kirgistan

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Die globale Nachfrage nach Gold steigt kontinuierlich. Um diese Nachfrage zu decken, wird die Explorationstätigkeit weltweit intensiviert und rückt in immer abgelegenere Gebiete der Erde vor. Anhand einer Goldlagerstätte in Nordwestkirgistan wird aufgezeigt, wie GIS in der Goldexploration gewinnbringend eingesetzt werden kann. Während der Exploration wurden geographische, geologische und geochemische Daten erhoben. Zu den geographischen Daten gehörten tophographische Karten, Satelittenbilder, Luftbilder, Daten aus terrestrischer und satellitengestützter Vermessung und das digitale Höhenmodell. Aus diesen Daten wurden mit GIS topographische Karten sowie Landschaftsmodelle erstellt, die als Grundlagendaten für die geologische Interpretation dienten. Geologische Daten entstammten der Untersuchung von natürlichen Aufschlüssen, Strassenaufschlüssen, Sondiergräben und der Aufnahme von Bohrkernen. Sie enthielten Angaben zur Lithologie, Mineral- und Erzparagenese, Alteration und Strukturen. Die geochemische Analyse von Gesteinsproben ergab Daten mit der Konzentration von Gold und anderen Metallen. Über 200‘000 solcher Datensätze wurden während der Goldexploration bis ins Jahr 2009 generiert. Diese Daten wurden aufbereitet und in Datenbanken abgelegt, um sie mit ESRI ArcGIS und den für den Bergbau entwickelten GIS-Programmen Target und Oasis von Geosoft und Gems von Gemcom zu analysieren, visualisieren und Zusammenhänge zwischen verschiedenen geologischen Parametern und der Goldkonzentration aufzeigen zu können. Für eine erste Korrelation der geologischen Parameter mit den Goldkonzentrationen wurde für jede der 160 Bohrungen in der untersuchten Zone ein Bohrprofil erstellt. Diese Bohrprofile zeigten, dass die Goldkonzentrationen nicht an eine bestimmte Lithologie gebunden waren, sondern in den durch die Fluidkonvektion argillitisch alterierten Zonen in der Nähe der Diorite am höchsten waren. Aus den geologischen und geochemischen Datensätzen wurden dann nach der geostatistischen Analyse mittels bestimmter Interpolationsmethoden zwei- und dreidimensionale Modellierungen durchgeführt. Diese zeigten die gleiche Abhängigkeit der modellierten Goldkonzentrationen von den argillitisch alterierten Zonen im Gestein. Zusätzlich zu einem dreidimensionalen lithologischen Modell wurden deshalb zwei dreidimensionale Modelle der Vererzungen erstellt. Vor allem im Gemcom-Modell wurden die einzelnen Erzkörper genau in ihrer Form und Ausdehnung festgelegt. Am Ende wird die Theorie einer Ressourcenkalkulation aufgezeigt, die zu den absoluten Goldgehalten einer Lagerstätte führt. Die vorliegenden Ergebnisse wurden in die bestehenden Modelle der Lagerstätte integriert und bei der weiteren Planung der Explorationstätigkeit entsprechend berücksichtigt.


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