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UNIGIS Abschlussarbeiten


Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

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Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

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Thomas Purfürst [10-2010]:

GNSS im Wald - Grundlagenuntersuchungen zu Störfaktoren

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Die Positionsbestimmung mittels GNSS spielt auch im Wald eine entscheidende Rolle. Das Kronendach schränkt jedoch den Satellitenempfang auf dem Boden stark ein. Eine Vielzahl an Untersuchungen beschäftigte sich bereits mit der statischen und kinematischen Genauigkeit von Positionsbestimmungen im Wald. Eine quantitative und qualitative Ursachenforschung wurde jedoch meist unterlassen. Das Ziel vorliegender Untersuchung ist es, den Einfluss des Kronendaches und weiterer externer Faktoren auf die Positionsgenauigkeit von GNSS-Empfängern genauer zu erklären. Um den Einfluss der Überschirmung auf die Signalqualität zu untersuchen wurde je ein GPS-Empfänger in einem Fichtenbestand und in einem Buchenbestand installiert. Ein weiterer GPS-Empfänger diente oberhalb der Baumkrone auf einem 40 m hohen Messturm als Referenz. Es liegen ca. 100 Mill. Sekunden Positionsdaten und ca. 500 Mill. Satellitendaten über einen teilweise unterbrochenen Zeitraum von insgesamt drei Jahren vor. Darüber hinaus werden Wetterdaten sowie für die Bestimmung des Überschirmungsgrades Kronenbilder als Einflussfaktoren untersucht. Es konnte ein klarer Einfluss und Zusammenhang der Krone mit der Positionsqualität festge- stellt werden. Anhand des Satelliten-Rausch-Verhältnisses kann die Abschirmung der Signale besonders für breite Baumstämme und für dichte Kronenkonzentrationen nachgewiesen werden. Elevationswinkel unter 30° weisen geringe Werte auf und werden daher selten für eine Positionsbestimmung verwendet. Somit stehen den überschirmten GNSS-Empfängern deutlich weniger Satelliten zur Verfügung, was sich wesentlich auf den PDOP und die Qualität der Positionsbestimmung auswirkt. Generell ist die Positionsgenauigkeit im Fichtenbestand im Sommer etwas höher als im Buchenbestand, welcher einen hohen Überschirmungsgrad aufweist. Im unbelaubten Zustand hingegen ändert sich die Situation und es wird im Buchenbestand eine um ca. 2 m verbesserte Genauigkeit erreicht. Ein negativer Einfluss auf die Genauigkeit konnte durch Niederschlag nachgewiesen werden. Die Luftfeuchtigkeit und Temperaturen oberhalb des Gefrierpunktes scheinen keine Ursache für eine Veränderung der Qualität der Positionsbestimmung zu sein. Jedoch unterhalb von 0 °C nimmt die Positionsgenauigkeit der GNSS-Empfänger erstaunlicherweise zu. Einen entscheidenden Einfluss hat auch der Wind. Dabei sinkt bei höheren Windgeschwindigkeiten die Präzision der Positionsmessung, die Richtigkeit hingegen steigt an. Beim unbelaubten Buchenbestand gilt dieser Zusammenhang allerdings nicht, da der Wind bei diesen Verhältnissen nur einen geringen Einfluss ausübt.


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