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Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

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Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

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Philipp Kolb [11-2011]:

Geostatistisches Downscaling von Extremniederschlagsdaten in Vorarlberg und Tirol

Diese Arbeit ist online verfügbar: Download


Globale Klimamodelle (GCMs) können zwar Klimavariablen auf globaler oder konti-nentaler Ebene gut schätzen, sind aber nicht in der Lage, lokale Klimadetails zu repro-duzieren, die zur Beurteilung physikalischer und sozioökonomischer Auswirkungen des Klimawandels nötig sind. Um diese Details zu erhalten, müssen GCM-Daten durch Downscaling heruntergerechnet werden. Das Downscaling von Extremniederschlagsda-ten steht im Mittelpunkt dieser Arbeit. Mit Hilfe der Fachliteratur und aus Gründen der Datenverfügbarkeit wird das westliche Österreich als geeignetes Untersuchungsgebiet identifiziert. Eine signifikante Zunahme der Häufigkeit von Extremereignissen wird für die Alpen nördlich 45° N erwartet, besonders im Winter. Ereignisse, die bisher alle 40 - 100 Jahre stattfanden, sollen in Zukunft alle 20 Jahre stattfinden. So wird der Winter als interessanteste Jahreszeit identifiziert, auch weil hier die Niederschläge in Vorarlberg und im westlichen Tirol signifikant zugenommen haben. Als Prädiktand wird der Mit-telwert des winterlichen maximalen Tagesniederschlags festgelegt. Beim Downscaling vom GCM schneiden Regionale Klimamodelle (RCMs) in vergleichenden Studien häu-fig am besten ab. Um lokale Aussagen treffen zu können, ist aber ein weiteres Downscaling der RCMs nötig. Bisher sind hierfür statistische Methoden wie Quantil Mapping am besten geeignet. Es wird untersucht, inwieweit hier geostatistische Metho-den zum Einsatz kommen könnten. Untersuchungszeitraum ist 1971-2001. Die Ergeb-nisse des RCM CNRM-Aladin werden gegen Stationsdaten validiert. Generell unter-schätzt das RCM die gemessenen Werte. Eine Verbesserung der Fehlerwerte der Schät-zung vom direkten RCM-Output (Root-Mean-Square Error (RMSE) gegenüber den Stationswerten 11,4 mm) über IDW (11,1), Ordinary (10,0) und Simple (9,7) bis zu Universal Kriging (UK, 8,9) wird beobachtet. Cokriging wird mit den Covariablen Höhe und Hangneigung versucht. Auch die Lage eines Punktes in Bezug auf ein Gebir-ge und vorherrschende Windrichtungen wird durch entsprechende Variablen berück-sichtigt. Durch Cokriging ist aber keine Verbesserung gegenüber univariatem UK zu erzielen. Die Fehlercharakteristik des RCM-Outputs überdeckt jegliche Einflüsse von Covariablen. Eine einfache Fehlerkorrektur für das beste geostatistische Modell wird entwickelt, durchgeführt und validiert. 1971-81 wird als Lern-Zeitraum definiert, eine Korrekturmaske für den RCM-Output generiert, die Korrekturmaske wird auf den RCM-Output 1981-2001 angewendet. Die Validierung ergibt einen RMSE von 7,0. Die Arbeit mit einer Korrekturmaske ist also auch für geostatistische Methoden lohnend.


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