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UNIGIS Abschlussarbeiten


Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zu Geoinformatik-Themen?
Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

Arne Schumacher [03-2011]:

Distributed geographical information for peacekeeping. A case study for the United Nations/African Union Hybrid Mission in Darfur, UNAMID

Diese Arbeit ist online verfügbar: Download


Geographische Informationen sind wie alle Formen der Informationsgewinnung ein bestimmender Faktor für den Erfolg von Missionen zur Friedenswahrung (peacekeeping missions). Diese Missionen operieren in feindlichen, unbekannten und schwer überschaubaren Umgebungen. Genauigkeit, Aktualität und Verfügbarkeit von Geoinformationen können helfen, diese beeinträchtigenden Faktoren zu verringern. Die Bereitstellung von geographischen Informationen erhöht nicht nur Primärziele wie Sicherheit und Verteidigungskraft, sondern reduziert auch Missionskosten durch straffere Geschäftsprozesse. Die United Nations / African Union Hybridmission in Darfur, UNAMID, wurde im Jahr 2007 errichtet, um in der Region die Zivilbevölkerung zu schützen, die Rechtsstaatlichkeit wiederherzustellen und die brüchige Darfur Friedensvereinbarung (DPA) zu überwachen. Dieser Friedensvertrag stand am Ende einer langen Periode von Kriegen und Konflikten, die in internationale Ächtung und Anklage gegen führende Politiker der sudanesischen Regierung wegen Völkermords, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit mündeten. Um die Informationsdefizite von UNAMID zu verbessern, wird ein System zur Erfassung von sicherheitsrelevanten Vorfällen implementiert (SIRS). Die starke räumliche Dispersion der militärischen Standorte und UN Basen erfordert eine entsprechend angepasste technische Infrastruktur, die in der Lage ist, die geographischen Informationen schnell und effizient in entfernte Regionen zu übermitteln. Aus diesem Grund wird das System, das sicherheitsrelevante Vorfälle visualisiert und deren Daten administriert, auf das bestehende Intranet aufgesetzt. Die Applikation nutzt hierfür die bestehende zentrale Datenbanktechnologie und erweitert die Anwendung um interoperable Open-Source Standards. Interoperabilität wird durch Standards des Open Geospatial Consortium (OGC) gewährleistet. SIRS implementiert den Web Map Service (WMS), den Web Feature Service (WFS) und deren Substandards. Diese Komponenten, entwickelt von der OpenGIS© Gemeinde, kommunizieren mittels standardisierter Protokolle und sind zu de facto Standards in der Verteilung geographischer Informationen über das Internet geworden. GeoServer, OpenLayers und GeoExt sind weitere Softwarekomponenten, die für die Funktionalität von SIRS integriert und programmiert werden. Zusammen stellen sie große Vorteile für den Austausch von Daten mit geographischem Bezug bereit. Standardisierungen vermindern geoinformatische Barrieren und führen zu einer Qualitätsverbesserung in zweierlei Weise. Exogene, frei erhältliche und in der Qualität oftmals überlegende Geodaten können friktionslos in das System eingebunden werden. Endogen verbessert die Applikation die Kerndaten der Sicherheitsvorfälle durch verstärkte Partizipation der Entscheidungs- und Informationsträger. Diese Informationsverbesserungen wirken sich positiv auf die Sicherheit der Friedensmission aus.


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