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UNIGIS Abschlussarbeiten


Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zu Geoinformatik-Themen?
Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

Franziska Beau [07-2015]:

Integration von Expertenwissen in die reliefbezogene digitale Aktualisierung von Bodenkarten am Beispiel von Auenböden

Diese Arbeit ist online verfügbar: Download


Anhaltende Bodendegradierung (bspw. durch Flächenversiegelung, Bodenversauerung und Bodenversalzung) führt zur Abnahme der als Pflanzenstandort verfügbaren Böden. Ein effektiver und schonender Umgang mit dem Boden durch präzisierte Bodennutzung gewinnt für verschiedene Nutzergruppen (Landwirtschaft, Planung, Naturschutz) an Bedeutung. Dafür werden groß- bis mittelmaßstäbige aktuelle Bodeninformationen benötigt. Ein zeit- und kostengünstiges Verfahren ist die Aktualisierung von vorhandenen Altdaten mittels digitaler Bodenkartierung. Digitale Bodenkartierung beruht auf geostatistischen Analysemethoden wie geomorphometrische Parameterableitung, Segmentierung und Clusterbildung. Vorliegende Altdaten sind durch Methoden der klassischen Bodenkartierung wie Bohrstockuntersuchungen, Profilansprachen, Feldversuche, pflanzensoziologische Aufnahmen entstanden. Bei der Verschneidung von wissensbasierten (qualitativen) Altdaten und statistikbasierten (quantitativen) Modellen kommt es aufgrund der Unterschiede in der methodischen Herangehensweise der Bodenkartierung zu Lageungenauigkeiten, welche bei größer werdendem Maßstab eine zunehmende Bedeutung erlangen. Das Ziel der Arbeit ist die Kombination von quantitativen und qualitativen Methoden der Bodenkartierung in einer Fachapplikation, um diese Lageungenauigkeiten zu identifizieren und die identifizierten Bereiche neu zu klassifizieren. Die Fachapplikation verbindet dabei quantitative und qualitative Methoden ohne zwischen unterschiedlichen Anwendungen und Benutzeroberflächen wechseln zu müssen. Ein 578,1 km² großes Untersuchungsgebiet im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt wurde gewählt. Als Datengrundlage dienen das digitale Geländemodell mit einer Auflösung von 25 m und die vorläufige Bodenkarte im Maßstab 1:50.000. Das digitale Geländemodell wurde hinsichtlich der Reliefparameter Massenbilanzindex, normalisierte Höhe und Neigung zur Charakterisierung fluvialer Prozessbereiche abgeleitet. Mittels einer regionenbasierten Segmentierung wurden Boden-Relief-Einheiten erstellt, die dann mit der k-mean-Methode geclustert wurden. Das erzielte Ergebnis stellt die Übertragung der Geländesituation in die digitale Umgebung dar. Für die Umsetzung des Verfahrensablaufes in einer Fachapplikation wurden Kombinationsvarianten von Algorithmen aus unterschiedlichen Geoinformationssystemen (GIS) (QGIS, Orfeo Toolbox, SAGA, GRASS, R, GeoDMA) geprüft. Für die Validierung wurde ein visueller Vergleich innerhalb von Referenzbereichen (im Vorfeld festgelegte Bereiche mit potenziellen Lageungenauigkeiten) und den dort statistisch berechneten Clustern vorgenommen. Im Ergebnis wird festgestellt, dass die Kombination von Algorithmen aus unterschiedlichen GIS in einer Fachapplikation möglich ist. Die Identifikation von Lageungenauigkeiten konnte nicht hinreichend gewährleistet werden. Es werden Möglichkeiten der Verbesserung der integrierten Algorithmen (z.B. Instabilität des Segmentierungsalgorithmus, angewendetes Clusterbildungsverfahren) diskutiert sowie das Maß der Parameterkonfiguration, welches dem Bodenexperten angeboten wird.


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