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UNIGIS Abschlussarbeiten


Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zu Geoinformatik-Themen?
Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

Kim Wolter [12-2012]:

Unmanned Aircraft Systems in der Geoinformatik. Eine Untersuchung zur Genauigkeit

Diese Arbeit ist online verfügbar: Download


Luftbildaufnahmen werden schon seit langem für photogrammetrische Auswertungen herangezogen. Der Aufwand und die damit verbundenen Kosten machten einen Einsatz hauptsächlich für große Gebiete interessant. Seit einiger Zeit zeichnet sich eine Entwicklung ab, die dies ändern könnte: Unmanned Aircraft Systems, kurz UAS, werden zunehmend für den zivilen Einsatz entwickelt und können mit Blick auf die Kosten auch für kleinere Gebiete genutzt werden. Bisher waren solche unbemannten Flugkörper, die man allgemein auch Drohnen nennt, hauptsächlich aus dem militärischen Bereich bekannt. Dabei haben die Systeme nur den technischen Ansatz gemein. Die hier eingesetzte Drohne gehört mit ihrem Gesamtgewicht von etwa 1000 Gramm zu den sogenannten Mikrodrohnen. Diese sind immer günstiger, leistungsfähiger und leichter zu handhaben, weswegen sie auch für Ingenieurbüros zunehmend interessant werden. Bisher erstreckten sich die Einsatzbereiche vornehmlich auf Dokumentationsaufgaben, beispielsweise in der Archäologie oder bei der Beobachtung von Menschenmassen bei Großveranstaltungen. Hierfür können die Drohnen mit verschiedenen Kamerasystemen ausgestattet werden und bei Bedarf automatisch vordefinierte Routen abfliegen. Die Positionierung erfolgt dabei mittels Einsatz von Satellitennavigation und den aus der herkömmlichen Luftfahrt bekannten Inertial Measurement Units. Um weitere Einsatzgebiete, beispielsweise in der Geoinformatik, erschließen zu können, ist es unabdingbar die Genauigkeit der mit dem System erfassten Daten zu untersuchen. Aus diesem Grund müssen sowohl das Gesamtergebnis, als auch die Einzelkomponenten des Systems, bestehend aus Flugkörper, Kamera mit Halterung, Basisstation und Software überprüft werden. Dies ist vor allem deshalb interessant, weil es sich hier um handelsübliches Zubehör handelt, welches nicht für geodätische Anwendungen ausgelegt ist. Die Resultate dieser Untersuchungen sollen auch Verbesserungspotentiale aufzeigen um die Entwicklung von UA-Systemen voranzubringen. Es sind also geeignete Methoden zu erarbeiten, die erfassten Daten hinsichtlich ihrer Lage- und Höhengenauigkeit zu verifizieren. Für die benötigte Georeferenzierung der Luftbildaufnahmen wird eine Software entwickelt, die die für die Untersuchungen der Genauigkeit benötigten Daten verwendet. Um das System kommerziell nutzen zu können, ist die Betrachtung der rechtlichen Seite unverzichtbar. Der zivile Einsatz von Drohnen ist gesetzlich nicht geregelt und die Erteilung von Fluggenehmigungen ist bisher nicht einheitlich gelöst. Es gibt schlicht und ergreifend eine Unsicherheit, wie mit dieser Entwicklung umgegangen werden soll. Besonders die gesellschaftliche Akzeptanz ist in Zeiten von Diskussionen über den Schutz von Persönlichkeitsrechten ein wichtiges Thema. Die vorliegende Master Thesis beleuchtet auch diese Aspekte. Die Haftung trägt in jedem Fall der verantwortliche Steuerer. Schon aus diesem Grund ist die Kenntnis der erzielbaren Lagegenauigkeit des UAV sehr interessant, um den sicheren Einsatz des Systems zu gewährleisten. Aber was bedeutet eigentlich „genau“? Schlagwörter: Nahbereichsphotogrammetrie, Unmanned Aircraft System, Kamera-kalibrierung, Drohne, Geodaten, Koordinaten, GPS


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