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UNIGIS Abschlussarbeiten


Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zu Geoinformatik-Themen?
Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

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Gabriele Müller [04-2013]:

Identifizierung von Muschelbänken im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer mittels LiDAR-Daten

Diese Arbeit ist online verfügbar: Download


Das Wattenmeer ist ein einzigartiges Ökosystem und unterliegt nationalen, europäischen und internationalen Richtlinien, in denen ein regelmäßiges Monitoring der bedeutendsten Lebensräume gefordert wird. Muschelbänke leisten einen wichtigen Beitrag zur Stoffumsetzung und fungieren als Lebensraum für andere Tiere. Daher unterliegen auch sie einem regelmäßigen Monitoring. Dieses Monitoring basiert auf GPS-Vermessungen vor Ort sowie auf Interpretationen von Luftbildern. In dieser Arbeit wurde untersucht, inwieweit sich Muschelbänke anhand von Laserscandaten erfassen lassen. Luftgestütztes Laserscanning nutzt das Prinzip der Laufzeitmessung zwischen dem Aussenden eines Laserimpulses und dem Empfang der Reflexion sowie der Messung der Stärke der Reflexion, um flächendeckende Informationen über Höhe und Reflexionsintensität der untersuchten Oberfläche zu erhalten. Für drei Testgebiete im Wattenmeer wurden Daten aus einer Laserscanbefliegung von Schleswig-Holstein selektiert. Aus den Daten wurden für drei unterschiedliche Gridgrößen die Punktdichte sowie vier Parameter in Bezug auf Höhe und Intensität abgeleitet. Auf Basis dieser Parameter wurden die Testgebiete mittels des Maximum-Likelihood-Algorithmus klassifiziert. Die resultierenden Muschelflächen wurden dann mit Daten aus dem Muschelmonitoring verschnitten um einen Flächenvergleich durchzuführen. Zusätzlich wurden die Eigenschaften der resultierenden Klassen untersucht um herauszufinden, welche Parameter für die Identifizierung der Muschelflächen am besten geeignet sind. In einem der drei Testgebiete stimmten die Ergebnisse gut mit den Daten aus dem Muschelmonitoring überein. Hier wurden Form und Struktur der Muschelbank sehr gut und über alle drei Gridgrößen hinweg erkannt. Die Klassifizierungen der anderen beiden Testgebiete ergaben jedoch weniger gute Ergebnisse, welche allerdings auf Qualitätsprobleme der Daten bzw. auf die unterschiedlichen Aufnahmezeitpunkte der verschiedenen Datensätze zurückgeführt wurden. Als geeignetster Parameter für die Identifizierung von Muschelflächen stellte sich die Rückstrahlungsintensität heraus. Als problematisch erwiesen sich bei der Analyse vor allem die unterschiedlichen Aufnahmezeitpunkte der einzelnen Datensätze sowie eine Überlagerung der Laserscanreihen in den Daten eines Testgebietes. Außerdem stellte sich heraus, dass eine Zusammenfassung der Daten mehrerer Flugstreifen in 1x1 km Kacheln, sowie sie für diese Arbeit vorlagen, nicht geeignet ist. Insgesamt zeigt die Analyse, dass Muschelflächen mittels Laserscandaten erkannt werden können. Jedoch sollten weitere Untersuchungen mit einer optimierten Datengrundlage gemacht werden, um die Ergebnisse zu verifizieren.


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