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UNIGIS Abschlussarbeiten


Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zu Geoinformatik-Themen?
Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

Timo Mario Reissner [01-2013]:

Analyse der Zerschneidungssituation im Kanton Aargau (CH)

Diese Arbeit ist online verfügbar: Download


Die stetig zunehmende Fragmentierung der Landschaft beeinflusst zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Wirksam sind hierbei besonders die Verkehrsinfrastruktur sowie die Siedlungsfläche. Eine periodisch durchgeführte Analyse der Zerschneidungssituation ist daher notwendig, um betroffene Regionen frühzeitig zu erkennen und flankierende Massnahmen vorzuschlagen. In der hier vorliegenden Zerschneidungsanalyse wurden drei Räume untersucht. (i) der Kanton Aargau (ii) dessen Bezirke und (iii) die Naturräume. Zur Bewertung des Zerschneidungsgrades wurde der Indikator der effektiven Maschenweite meff verwendet. Als Elemente, welche eine Barrierefunktion ausüben, wurden die Verkehrsinfrastruktur, die Siedlungsfläche, die Hauptgewässer sowie administrative Grenzen angesehen. Bei der Berechnung kam der Model Builder von ArcGIS 10 (ArcInfo-Lizenz) zum Einsatz. Nach der Erstellung eines Basismodells wurden die Auswirkungen verschiedener Modellvarianten auf die effektive Maschenweite getestet. Der Wert der effektiven Maschenweite des gesamten Kantons beträgt 3.09 km2. Der Naturraum „Flusstäler“ ist am stärksten betroffen (meff = 0.63 km2). Auf der Ebene der Bezirke weist Laufenburg das Maximum von 3.29 km2, Bremgarten das Minimum von 1.26 km2 auf. Im Vergleich zur letzten Analyse wurde im Bezirk Aarau eine kleine Vergrösserung der effektiven Maschenweite um 0.14 km2 festgestellt. Die Wahl der Modellvariante beeinflusste die effektive Maschenweite der einzelnen Bezirke unterschiedlich. Den grössten Einfluss hatten die Verwendung differenzierter Pufferdistanzen für die Verkehrsinfrastruktur, die Verwendung eines alternativen Strassendatensatzes sowie die Anwendung des Grenzverbindungsverfahrens. Der Einfluss der Integration von Wildtierbrücken und Kleintierdurchlässen auf den Indikator konnte aufgezeigt werden. Die Ergänzung der Gewässer durch ungeeignete und verbaute Abschnitte führte zu keiner Veränderung des Indikators. Problematisch war die Vergleichbarkeit der Strassendatensätze sowie die Entstehung von Kleinstpolygonen mit einer Ausdehnung von wenigen Quadratmetern durch den Zerschneidungsprozess. Der Autor empfiehlt die Verwendung differenzierter Pufferdistanzen, die Integration von Wildtierbrücken und Kleintierdurchlässen sowie die Anwendung des Grenzverbindungsverfahrens auf der Ebene der Naturräume und der Bezirke.


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