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UNIGIS Abschlussarbeiten


Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zu Geoinformatik-Themen?
Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

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Simon Manuel Plank [11-2011]:

Abschätzung von Persistent Scatterers mit digitalen topographischen Karten und OpenStreetMap Daten. Evaluierung der Einsatzmöglichkeit des Persistent Scatterer Radarinterferometrie Verfahrens

Diese Arbeit ist online verfügbar: Download


Die leistungsfähige Fernerkundungsmethode Persistent Scatterer Radarinterferometrie (PS-InSAR) ermöglicht vom Weltraum aus die Erfassung und millimetergenaue Messung von Deformationen der Erdoberfläche wie zum Beispiel Setzungen und Hangbewegungen. Die Bewegungen werden dabei an bestimmten Objekten, den Persistent Scatterers (PS) gemessen. Diese zeichnen sich durch konstante Rückstreuungseigenschaften (= hohe Kohärenz) der eingefallenen Radarstrahlung über lange Zeiträume hinweg aus. Als PS dienen vor allem künstliche Objekte wie Gebäude, Bahngleise, etc. Sinnvolle und nutzbare Ergebnisse können mit der PS-InSAR Methode jedoch erst bei Verwendung von mindestens 15 bis 50 Radaraufnahmen (abhängig von der Landbedeckung des Untersuchungsgebiets) erzielt werden. Vor allem für die kommerzielle Nutzung des PS-InSAR Verfahrens ist diese große Anzahl an benötigten Radaraufnahmen ein bedeutender Kostenfaktor, da zum Beispiel die Kosten für eine hochauflösende Radaraufnahme bei mehreren tausend Euro liegen. Die bisherigen Forschungen zur Abschätzung von PS verwendeten bereits aufgenommene Radardaten. Das Ziel dieser Arbeit ist es, diese Abschätzung von PS bereits vor einer erfolgten Radaraufnahme durchzuführen. Die Arbeit beschreibt ein Verfahren mit dem mittels kostenfreier bzw. -günstiger topographischer Karten und OpenStreetMap (OSM) Daten die für ein bestimmtes Gebiet zu erwartende Anzahl an PS (und damit auch ihre Dichte – PS/km²) vor einer Radaraufnahme abgeschätzt werden kann. Des Weiteren werden die Abstände zwischen den abgeschätzten PS berechnet und bezüglich der Verwendbarkeit in der PS-InSAR Prozessierung klassifiziert. Außerdem wird die Verteilung der PS im Testgebiet mittels der earest eighbor Analysis untersuc. Die hier entwickelte Methode zur PS-Abschätzung vor einer Radaraufnahme wird in vier Testgebieten mit unterschiedlichen klimatischen Verhältnissen getestet. Für diese Testgebiete stehen verschiedene Arten von topographischen Karten mit unterschiedlichen Maßstäben zur Verfügung. In der Arbeit werden die hier verwendeten topographischen Karten und OpenStreetMap Daten einer Kosten- / Nutzenanalyse bezüglich ihrer Verwendbarkeit bei der PS-Abschätzung unterzogen. Zur Validierung des Verfahrens werden die Ergebnisse der PS-Abschätzung mit Datensätzen echter Persistent Scatterers (Ergebnissen aus echten Radaraufnahmen) verglichen. Mit dieser Validierung ist es möglich, für die verwendeten Kartenmaßstäbe die Wahrscheinlichkeit anzugeben, mit der ein abgeschätzter PS auch in der Realität ein PS ist. Diese Wahrscheinlichkeitswerte sollen in neuen Untersuchungsgebieten – für die noch keine Radaraufnahmen zur Verfügung stehen – angewendet werden. Mit der hier entwickelten Methode soll den Anwendern und potentiellen Nutzern des PS-InSAR Verfahrens ein objektives Werkzeug an die Hand gegeben werden, mit dem vor der Bestellung der teuren Radaraufnahmen die Anwendbarkeit der PS-InSAR Methode für ein bestimmtes Gebiet abgeschätzt werden kann.


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