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UNIGIS Abschlussarbeiten


Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zu Geoinformatik-Themen?
Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

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Monika Rössel [07-2015]:

Analyse des Einflusses der Landnutzung und von Landnutzungsänderungen auf das Auftreten von spontanen Lockergesteinsrutschungen

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Zur Untersuchung der Wirkung von Änderungen klimabedingter Systemzustände und der Landnutzung auf das Auftreten von spontanen Lockergesteinsrutschungen im Rahmen des ACRP-Projekts "Klimabedingte Systemzustandsänderungen an Hängen und ihre Bedeutung für das Auftreten von Lockergesteinsrutschungen" (C3S-ISLS) wurde ein Rutschungsinventar durch die Kombination einer Archiv-Ereignisinventur und einer geomorphologischen Inventur durch Luftbildinterpretation für 10 Gemeinden in Vorarlberg erstellt. Auf der Basis von neun Luftbildserien zwischen 1950 und 2012 wurden 2.379 spontane Lockergesteinsrutschungen kartiert. Im Rahmen dieser Arbeit wurde die Auswirkung der Änderung der Landnutzung bzw. der Landbedeckung auf die zeitlich-räumliche Rutschungsdichte durch den Vergleich der Rutschungsdichten in den Perioden 1972 - 1985 und 2001 - 2012 bei veränderter und unveränderter Landnutzung in der Gemeinde Au im Bezirk Bregenz untersucht. Der Vergleich basiert auf einer Stichprobenerhebung der Landnutzung 1985 und 2012 am Luftbild und der Zuordnung der Anzahl der Rutschungen pro Hektar Fläche und Jahr, die in den beiden Perioden neu aufgetreten sind. Um den Einfluss der Landnutzung bei gleicher Rutschungsgrunddisposition vergleichen zu können, wurde ein statistisches Modell der Grunddisposition ohne Berücksichtigung der Landnutzung erstellt. Die Diskriminanzanalyse ergab, dass nur die Hangneigung und die Lithologie Flächen mit niedriger und hoher zeitlich-räumlicher Rutschungsdichte mäßig gut trennen. Im Gemeindegebiet von Au ist es von 1985 auf 2012 zu keinen am Luftbild feststellbaren erheblichen Änderungen der Landnutzung bzw. -bedeckung gekommen, die allgemein mit einer Verschlechterung oder Verbesserung der Abflussverhältnisse und der Rutschungsaktivität in Verbindung gebracht werden. Am stärksten sind die zum Teil extensiv beweideten Rasenflächen mit Erosion durch Schneeschurf und die Mähwiesen zurückgegangen. Diese Rasen mit Erosion haben sich überwiegend zu nicht beweideten und extensiv beweideten Rasen ohne Erosion und zu Strauchflächen entwickelt. Mähwiesen wurden für Siedlungs- und Verkehrsflächen in Anspruch genommen. Das Bewaldungsprozent hat sich von 41,3 auf 43,1 % erhöht. Die Waldfragmentierung hat sich verringert. Die größten Rutschungsdichten sind in beiden Perioden auf den Weiderasen gefolgt von den Mähwiesen zu verzeichnen. Die fokale räumlich-zeitliche Rutschungsdichte (STDL) ist mit 0,0032 Rutschungen pro Hektar und Jahr in der Periode 2001 - 2012 um das 4,6-fache höher als der Wert der Periode 1972 - 1985 von 0,0007 Rutschungen pro Hektar und Jahr. Die Rutschungsdichte hat sich sowohl auf Flächen mit als auch auf Flächen ohne Landnutzungsänderungen signifikant erhöht. Der Hauptgrund für diese höhere Rutschungsdichte in allen Grunddispositionsstufen ist die größere Zahl und Intensität der Rutschungen auslösenden Starkregenereignisse. Vor allem das Extremereignis vom August 2005 wirkte sich stark auf die Rutschungsdichte aus. Die Veränderung der Rutschungsdichte wurde primär von den Starkregenereignissen über dem Schwellenwert und nicht von den Landnutzungsänderungen gesteuert. Die Zunahme der Rutschungsdichte war jedoch bei diesem mittelfristigen Vergleich auf Flächen mit Änderung der Landnutzung größer als auf Flächen ohne Änderung.


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