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UNIGIS Abschlussarbeiten


Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zu Geoinformatik-Themen?
Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

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Gerd Anders [05-2006]:

Identifikation von Vitalitätskennwerten mittels digitaler Luftbilddaten Untersucht an einem Traubeneichenbestand

Diese Arbeit ist online verfügbar: Download


Die formulierten Zielstellungen der Arbeit wurden mit der Beschreibung einer Methode zur automatischen Extraktion von Schadstufen aus digitalen 12bit Luftbildern erreicht. Dafür wurden neben terrestrisch erhobenen Waldzustandsdaten der forstlichen Dauerbeobachtungsfläche "Göhrener Tannen" die Grauwertverteilungen von Traubeneichen Kronen aus digitalen Luftbildern extrahiert und analysiert. Die Befliegung des Naturwaldreservates "Heilige Hallen" erfolgte August 2004 im Auftrag des Landesamtes für Forsten und Großschutzgebiete des Landes Mecklenburg Vorpommern. Zum Einsatz kam die digitale Luftbildkamera Ultra CAMD. Die gesamte aufgenommene Szene bestand aus 7 Flugstreifen zu je 105 Luftbildern. Da die Dauerbeobachtungsfläche Teil einer größeren Waldfläche ist, mussten alle 735 Luftbilder zur Erstellung der Ortholuftbilder herangezogen werden. Die Aerotriangulation erfolgte mittels Bündelblockausgleich. Aus den 14 Luftbildern, die das Untersuchungsgebiet abdecken, wurde ein mosaikiertes Gesamtbild erstellt. Die Bearbeitung erfolgte mit der Software IMAGINE 8.7. Für 39 Einzelbäume wurden insgesamt 338 Reflexionsspektren aus 14 Ortholuftbildern und einem mosaikierten Gesamtbild extrahiert. Die Identifikation der Kronen erfolgte mittels DGPS Daten, Stereo Analyst und Vor Ort Begehung. Zur Verwaltung der aus den Einzelspektren gewonnenen Grauwerten der Kanäle ROT, GRÜN, BLAU und Nahes Infrarot wurde eine Access DB erstellt. Die Auswertung der Daten erfolgte mit der Statistik Software SPSS 11.5. Im Ergebnis der Datenanalyse wurde die Tauglichkeit, insbesondere des Nahen Infrarot und des Ratio Vegetationsindexes, für Aussagen zur Schadstufeneingruppierung festgestellt. Die Ermittlung der Schadstufen erfolgte nicht auf der Grundlage von Grauwerten einzelner Pixel, sondern aus summarischen statistischen Kenngrößen der Grauwertverteilung der Gesamtkrone. In Auswertung der Histogramme von Einzelkronen der verschiedenen Schadstufen wurde eine starke Asymmetrie der Verteilungen sichtbar. Eine typische statistische Kenngröße zur Charakterisierung derartiger Verteilungen ist der Median, welcher daher für die weiteren Untersuchungen verwendet wurde. Zwischen dem Median der Grauwertverteilung und der Schadstufe wurde eine indirekte Proportionalität festgestellt. Wird der Median (Gesamtmedian) der Grauwertverteilungen innerhalb aller Kronen eines Bildes bestimmt, so stehen die Mediane der Grauwertverteilungen der verschiedenen Schadstufen in einem determinierten Verhältnis zum Gesamtmedian. In Kenntnis dieses Sachverhaltes besteht die Möglichkeit, für Einzelkronen Aussagen über ihre Zugehörigkeit zu bestimmten Schadstufen zu treffen. Gesicherte Einstufungen sind auch bei Verwendung von Teilmengen der Kronenpixel möglich. Damit ist es, im Zusammenhang mit Algorithmen zur automatischen Kronenerkennung möglich, statistische gesicherte Aussagen zur Schädigung von Einzelindividuen zu treffen.


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