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UNIGIS Abschlussarbeiten


Der krönende Abschluss eines UNIGIS MSc Studiums ist sicherlich die Master Thesis. Mit ihr belegen unsere MSc-AbsolventInnen, dass sie den akademischen Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" zu Recht führen.  Im UNIGIS professional Studiengang muss keine Abschlussarbeit verfasst werden. Dennoch nehmen einige Studierende die Möglichkeit war, ein Geoinformatikprojekt durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren.

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zu Geoinformatik-Themen?
Hier finden sie die mitunter preisgekrönten Abschlussarbeiten unserer AbsolventInnen!

Jens Schumacher [08-2003]:

Entwicklung einer Low-Cost-Architektur zur Verwaltung, Verteilung und Visualisierung der Geodaten von Kompensationsflächenkatastern

Diese Arbeit ist online verfügbar: Download


Die Umsetzung von Flächenpool- und Ökokontokonzepten stellt für Kommunen in Deutschland ein aktuelles Thema dar. Diese Arbeit richtet sich daher an Städte und Gemeinden, welche die ökologischen und ökonomischen Vorteile einer flexiblen Handhabung der Eingriffsregelung in der Bauleitplanung nutzen möchten und vor der Aufgabe stehen, die fachlichen und methodischen Anforderungen in einer geeigneten und kosteneffizienten GIS - Lösung umzusetzen. Die Fragestellung dieser Arbeit ist damit im wissenschaftlichen Umfeld der Landschaftsplanung und der Geoinformatik anzusiedeln. In dieser Arbeit wurden allgemeine Anforderungen an Flächenpool- und Ökokontokonzepte formuliert und erstmalig für die Verwendung im Rahmen eines GISgestützten Kompensationsflächenkatasters operationalisiert. Im Ergebnis wurden inhaltliche und funktionale Mindestanforderungen erarbeitet und schließlich eine geeignete, auf den Komponenten GIS, Datenbank und Mapserver basierende Systemarchitektur empfohlen. Anhand einer Fallstudie für die Stadt Tettnang wurde der Nachweis der Realisierbarkeit der vorgeschlagenen Architektur geführt. Die vorgestellte Systemarchitektur basiert sowohl auf vorhandener Standardsoftware als auch auf frei verfügbaren Open Source Komponenten. Die Datenhaltung der Geometrien wird von ArcView 3.2 übernommen, die sensiblen Sachdaten werden in Access geführt. Der UMN Mapserver übernimmt die Verteilung der Informationen im Intranet. In dieser Arbeit wurde aufgezeigt, dass die Verwendung von Standardsoftware in Kombination mit frei erhältlichen OpenSource Produkten die beschriebenen Anforderungen erfüllt und dadurch funktionale und wirtschaftliche Vorteile entstehen. Die Zielsetzung der Entwicklung einer Low-Cost Architektur kann vor diesem Hintergrund als erreicht bezeichnet werden.Nach der Analyse der Kostenfaktoren spricht einiges dafür, dass sich bei Kompensationsflächenkatastern eine Architektur auf Basis von Standardsoftware und Open Source Produkten im Vergleich mit kommerziellen Fachschalen als langfristig kostengünstiger erweist. In einer zu empfehlenden Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sollten aber den Einrichtungskosten eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Der prinzipielle Kostenvorteil von Open Source Lösungen wird jedoch als offene Frage erachtet und könnte daher Gegenstand weiterer Untersuchungen sein. Die Ergebnisse verdeutlichten zudem, dass für Kompensationsflächenkataster wünschenswerte Eigenschaften im Low-Cost Bereich oft nicht zu realisieren sind. Neben topologischen Funktionen zur Konsistenzerhaltung gehört dazu die Konformität mit OGC Spezifikationen, die Interoperabilität herstellen und den Zugriff auf verteilte Datenbasen ermöglichen. Es wird daher empfohlen die weitere Entwicklung in diesem Bereich abzuwarten und die gewünschten Eigenschaften nach Interoperabilität und verteiltem Datenzugriff mittelfristig durch geeignete Produktauswahl sicherzustellen.


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