GIS & Gesellschaft

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Sheppard Sheppard University Minnesota GIS & Society 1995 Mitte der 1990er Jahre erschien ein bemerkenswerter Aufsatz von Eric Sheppard mit dem schlichten Titel: "GIS and Society". Darin argumentiert er, dass GIS nicht einfach als neutrale Technologie gesehen und Innovationen nicht in einer Blase von Technik-Positivisten kreiert werden dürfen, sondern, dass GIS in erster Linie als sozialer Prozess aufgefasst werden muss.
Dass exakt 10 Jahre später Google seinen Kartendienst starten und 12 Jahre nach Erscheinen seines Artikels mit dem ersten iPhone der Desktop PC inklusive GPS-Empfangsgerät in die Hosentaschen von Millionen von BürgerInnen wandern wüde, konnte Sheppard natürlich nicht ahnen. Dass aber gerade diese Technologien, die in gewisser Weise fundamental auf GIS aufbauen, die Gesellschaft transformieren, macht die Beschäftigung mit den sozialen Implikationen von GIS umso wichtiger!

Diese Lektion wird nicht über Ihre technisch-handwerkliche Kompetenz im Umgang mit GIS entscheiden. Wenn Sie daran interessiert sind, möglichst rasch die wichtigsten GIS Werkzeuge zu beherrschen und erfolgreich in Ihrem Berufsumfeld einzusetzen, überfliegen Sie diese Lektion am besten lediglich.
Trotzdem sollte Ihnen bewusst sein, dass das Beherrschen eines jeden Werkzeugs - egal ob Zahnarztbohrer oder Kettensäge - ein Maß an Verantwortung mit sich bringt. Und auch wenn Sie sich als FörsterIn nicht zwingend mit den gesellschaftlichen Folgen der Industrialisierung der Holzwirtschaft auseinandersetzen müssen, so werden Sie aus Ihrem Verantwortungsbewusstsein heraus doch Sorge tragen, dass sich beim Baumfällen niemand im unmittelbaren Bereich des zu fällenden Baumes aufhält.

Das Ziel dieser Lektion ist es, Sensibilität für die Macht und den Einfluss von GIS Technologie im weitesten Sinn zu schaffen. Weder kann diese Lektion das gesamte Spektrum der Technikfolgenabschätzung Link behandeln, noch soll das Pendel von einem Technik-Positivismus in das Gegenteil ausschwingen. Vielmehr gilt es, die Chancen von GIS für die Lösung dringlicher Problemstellungen zu begreifen, ohne die "Risiken und Nebenwirkungen" zu ignorieren. Wir wollen uns den folgenden Themen widmen:

Geschäftsmodelle des GeoWeb
Teilhabe
Legale und ethische Aspekte
GIS und Realität

Lernziele

Nach Bearbeitung dieser Lektion ...

  • sind Sie in der Lage, gesellschaftliche Implikationen von GIS im allgemeinen und von bestimmten GIS Anwendungen zu beschreiben.
  • können Sie rezente GIS Trends hinsichtlich ihrer Auswirkung auf die Gesellschaft kritisch reflektieren.
  • können Sie ethische Fragestellungen im Kontext von GIS und Gesellschaft beispielhaft nennen und Lösungsansätze skizzieren.
   

10.1 Geschäftsmodelle des GeoWeb

Der Trend von der einfachen Datendarstellung auf Hintergrundkarten hin zu intelligenten Karten geht einher mit der Integration von immer mehr GIS-Funktionalitäten in Geobrowsern. Symptomatisch dafür ist beispielsweise die Forcierung von Web-Plattformen wie ArcGIS online von ESRI.
Für AnwenderInnen ergeben sich durch derartige Angebote gute Möglichkeiten, Daten ansprechend visualisieren und, bis zu einem gewissen Grad, analysieren zu lassen.

Der stete Ausbau von attraktiven, auf den ersten Blick kostenfreien Angeboten im GeoWeb geschieht natürlich nicht aus Philanthropie. Hinter den AnbieterInnen von GeoWeb Plattformen stehen große Konzerne mit jeweils spezifischen Interessen und erfolgreichen Geschäftsmodellen. Um der weit verbreiteten Auffassung, diese Angebote seien für die NutzerInnen tatsächlich gratis, entgegenzutreten, soll hier in aller Kürze und sehr allgemein gehalten auf die Geschäftsmodelle hinter GeoWeb Plattformen kurz eingegangen werden:

Mit der Bereitstellung von Geobrowsern wie Google Maps, Here oder Bing Maps sind hohe Kosten für den Kauf und die Integration von Geodaten, sowie für den Betrieb der IT Infrastruktur verbunden. Im Gegensatz zum klassischen Geschäftsmodell in der Geoinformationsbranche, das auf der Aufbereitung und dem Verkauf von Geoinformationsprodukten basiert, orientieren sich die Akteure des GeoWebs zumeist an werbe- und marketingbasierten Ansätzen: Durch die kostenlose Bereitstellung und dadurch breite Verwendung von Geobrowsern und die Zurverfügungstellung von APIs wird die Entwicklung von Anwendungen im Consumer Bereich gezielt gefördert.
Ist eine Anwendung erfolgreich, schafft sie Publikum bzw. NutzerInnen und gewinnt an Aufmerksamkeit. Die AnbieterInnen der Anwendungen können diese Aufmerksamkeit des Publikums als Ware auf dem Werbemarkt veräußern und somit Umsatz erzeugen. Gleichzeitig sammeln die AnbieterInnen persönliche, raumbezogene Informationen über Verhaltensmuster der NutzerInnen, indem sie deren Nutzung protokollieren. Auf diese Weise können die AnbieterInnen derartiger Anwendungen ihre NutzerInnen relativ genau charakterisieren, was deren Wert am Werbemarkt wiederum erhöht. Die NutzerInnen bezahlen also nicht mit Geld für die Nutzung der Anwendungen, sondern mit ihrer Aufmerksamkeit. Die privaten, raumbezogenen Informationen der NutzerInnen werden also indirekt monetarisiert.

Neben dem - verallgemeinert - als werbebasierten Geschäftsmodell, verfolgen SoftwareanbieterInnen mit der Bereitstellung von GeoWeb Plattformen eine andere Geschäftsstrategie. Hier geht es vor allem um die Schaffung eines "Biotops", aus dem NutzerInnen nur bedingt wechseln können oder wollen. Bezogen auf das Beispiel von ArcGIS online von ESRI bedeutet dies, dass die kostenfreie Variante des Geobrowsers nur sehr eingeschränkte Funktionalitäten hat. Mit einer kostenpflichtigen Subskription erhält man dafür Zugang zum gesamten ArcGIS System, inklusive einer Desktop Einzelplatzlizenz. Damit wird auch die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass NutzerInnen ihre Daten, die sie in ArcGIS online gespeichert haben, auch weiterhin im gewohnten Umfeld verwalten und bearbeiten möchten. Der Weg zu kommerziellen Produkten des Softwareanbieters ist somit ein recht kurzer. Neben der Gewohnheit der NutzerInnen wird dieses Geschäftsmodell auch durch technische Spezifikationen unterstützt. So haben viele SoftwareanbieterInnen nach wie vor Interesse an proprietären Datenformaten und nicht offen gelegten Schnittstellen; damit wird der Wechsel in andere "Biotope" aktiv erschwert.

   

10.2 Teilhabe

Unabhängig von direkten kommerziellen Interessen leisten das GeoWeb und die Vereinfachung webbasierter geographischer IT auch einen wichtigen Beitrag in der politischen, planerischen und sozialen Beteiligung von BürgerInnen ohne jegliche GIS- und/oder IT-Kenntnisse. Exemplarisch sei auf vier Beispiele verwiesen:

  • OpenStreetMap Link (Kollaboratives Kartieren): OpenStreetMap (OSM) wurde im Jahr 2004 gegründet und verfolgt das Ziel, eine freie und kostenlose Karte der Welt zu schaffen. Die Mitglieder der OSM-Community nutzen GPS-Geräte zur Datenaufnahme oder digitalisieren hotosmGeodaten aus frei zugänglichen Luftbildern und überprüfen die abgeleiteten Daten vor Ort. Neben der vielfältigen Nutzung von OSM in unzähligen Anwendungen, kommt der freien Weltkarte und ihrer globalen Community in Katastrophenfällen eine bedeutende Rolle zu. Über den so genannten OSM Tasking Manager Link werden Kartierungsaufgaben definiert und von der Community bearbeitet um beispielsweise Rettungskräften und Hilfsorganisationen möglichst zeitnah räumliche Informationen bereitstellen zu können.
  • Klarschiff HRO Link (Bürgerbeteiligung): Klarschiff HRO ist ein kartenbasiertes Onlineportal, mittels dem Bürger ihre Ideen zur Stadtentwicklung und ihre Anmerkungen zur öffentlichen Ordnung (z.B. klarschiff-hroillegal abgelagerter Müll) unkompliziert einbringen können. Die Anwendung stellt also eine kommunikationsfördernde Schnittstelle zwischen BürgerInnen und der öffentlichen Verwaltung dar. Durch die Interaktion auf einer Karte wird neben der Beschreibung eines Sachverhalts und der dazugehörigen Kommunikation auch die räumliche Dimension erfasst. Damit lassen sich unmittelbar Aussagen beispielsweise zu räumlichen Häufungen von Beschwerden, in der BürgerInnenbeteiligung besonders aktive Stadtteile oder unterrepräsentierte Gebiete ableiten.
Frage

Nehmen Sie das Beispiel von Klarschiff HRO zum Anlass um einen kurzen Moment über derartige GeoWeb Portale zur BürgerInnenbeteiligung nachzudenken.
Welche Form von BürgerInnenbeteiligung wird hier forciert? Kann man davon ausgehen, dass die Informationen repräsentativ für die Bevölkerung sind? Welche Hürden ergeben sich möglicherweise für verschiedene Bevölkerungsgruppen?

   
  • FixMyStreet Link (Rückmelde App): Ähnlich wie Klarschiff-HRO dient das britische Onlineportal als fixmystreetSchnittstelle zu den jeweils zuständigen Verwaltungseinheiten, um Missstände im Straßenraum zu melden und in Folge zu beheben. Unter anderem durch die enge Zusammenarbeit mit einer Tageszeitung werden über die Plattform rund 3.000 Meldungen pro Woche gepostet. Wie ein Blick auf die Karte Link zeigt, ist FixMyStreet viel mehr als nur ein Depot für Beschwerden; viele der Meldungen werden als Aufhänger für Diskussionen über die Straßenraumgestaltung oder die Effizienz der Behörden verwendet.
  • ebirdeBird Link (Citizen Science): Vogelzählungen haben in einigen Ländern eine lange Tradition an breiter Beteiligung unter der Bevölkerung. In Großbritannien nehmen jährlich mehrere 100.000 Personen bei der Vogelzählung teil. Das Onlineportal eBird bietet die Möglichkeit Artenbeobachtungen ganzjährig zu melden und damit zu einem umfangreichen, globalen Datensatz beizutragen. Aus den gemeldeten Ereignissen lassen sich Artenzahlen, Verbreitungskarten und raumzeitliche Dynamiken ableiten. Ein ähnliches Prinzip wird in der Schweiz Link für die zoologische Inventur und die Erstellung von Verbreitungskarten angewendet.

 

 

All die genannten Beispiele bauen auf Freiwilligkeit auf. Grundsätzlich steht es jedem offen, sich an Communityprojekten zu beteiligen. GIS und insbesondere das GeoWeb bieten spannende Möglichkeiten um BürgerInnen an der Wissensgenerierung teilhaben zu lassen (Citizen Science Link), sie durch kartenbasierte Kommunikationsmittel in gesellschaftliche Prozesse einzubinden Link, oder ihnen durch die digitale Kartierung ihrer Grundstücke zu grundlegenden Rechten zu verhelfen Link.

 

Allerdings ist es wichtig zu beachten, dass Ergebnisse, die aus crowd-sourced Daten abgeleitet werden nicht automatisch für die Gesamtbevölkerung repräsentativ sind.
Ähnlich verhält es sich mit der Annahme, dass die Publikation von Daten als Open Data und die Verfügbarkeit von Open Source Software automatisch zu einer breiten Verwendung dieser Ressourcen führt. Wiederum ist es nur eine kleine Gruppe von, zumeist technikaffinen, Personen, die diese Möglichkeiten nutzen.

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10.3 Legale und ethische Aspekte

Durch den Boom geographischer Information, weit über die Disziplinengrenzen der etablierten Geoinformatik hinaus, ergeben sich natürlich gravierende Implikationen für Einzelpersonen und die Gesellschaft insgesamt.
Um zum eingangs erwähnten Smartphone zurück zu kehren: Sie haben sich vermutlich ein Smartphone gekauft, weil Sie gerne unterwegs per Telefon oder Messenger Dienst erreichbar sein möchten. Nebenbei noch Fotos schießen und mit Freunden in sozialen Netzwerken teilen oder vor einem Denkmal stehend die Infos aus Wikipedia lesen, sind weitere unmittelbare Vorteile des permanenten "Online Seins". Nun, bis auf die Mobilfunkrechnung müssen Sie für die wenigsten der tagtäglich konsumierten Dienste bezahlen. Zumindest nicht bares Geld. Dafür jedoch mit der Preisgabe Ihrer digitalen Spur durch den Alltag. Und hier beginnen ernsthafte, legale und ethische Fragestellungen zu greifen:

  • Wem gehört meine digitale Spur?
  • Hab ich auf die Daten, die ich aktiv und passiv generiere, überhaupt Zugriff?
  • Kann ich kontrollieren was mit meinen Daten passiert?
  • Hab ich ein Recht darauf zu wissen wer meine Daten für welchen Zweck verwendet?
  • Hat das Wissen um die Speicherung meiner digitalen Spur Auswirkungen auf mein Verhalten?

Viele der aufgeworfenen Aspekte wurden bis dato noch nicht ausreichend juristisch geklärt oder öffentlich debattiert. Noch mehr, die wenigsten NutzerInnen stellen sich derartige Fragen!

FrageDie digitale Spur (oder der "digital shadow" Link) ist oft wenig bekannt. Dieses - zugegebenermaßen drastische - Video macht darauf aufmerksam.
Überlegen Sie sich, welche Rolle Geoinformation in diesem Zusammenhang spielt. Wie viele der Daten, die zum "digital shadow" beitragen, sind räumlich?

Aufgabe der GIS Community, neben vielen weiteren wesentlichen Akteuren, wird es in den nächsten Jahren sein, die gesellschaftliche Debatte zur stattfindenden digitalen Revolution zu führen und mit reflektierten Inputs zu speisen.

Übung

Auf der Webseite des GIS Professional Ethics Link Projekts finden Sie einige Fallstudien. Wählen Sie eine davon aus und verfassen Sie dazu eine kurze Stellungnahme im Diskussionsforum. Arbeiten Sie dabei heraus wo das ethische Problem aus Ihrer Sicht liegt und wie das Dilemma am besten gelöst werden könnte.

Das Diskussionsforum steht nur UNIGIS Studierenden zur Verfügung.

   

10.4 GIS und Realität

TrucksGeographische Informationssysteme können die Realität immer nur modellhaft abbilden. Dies bringt unweigerlich mit sich, dass es zu Abstraktionen, Generalisierung und Selektionen kommt. Zudem ist nicht auszuschließen, dass in der Datenbasis oder in Analysen Fehler enthalten und somit Resultate falsch sind. Konzeptionell sind die meisten GIS-Routinen auf deduktiven Algorithmen aufgebaut. Das heißt beispielsweise, dass Optimierungsaufgaben innerhalb eines engen, rationalen Rahmens gelöst werden. Menschliche Kommunikation und gesellschaftliche (Verhandlungs-) Prozesse bewegen sich aber nicht immer nur innerhalb dieses Rahmens, wie unter anderem die langwierige Suche nach Atomendlagerstätten deutlich macht.

Zusätzlich zu diesen Faktoren spielt der soziale Kontext aller Akteure eine gewichtige Rolle. Das beginnt bei der Erstellung von Software, geht über die Auswahl der Daten bis zur Entscheidung wie Analyseergebnisse aufbereitet und präsentiert werden. Software wird von den meisten AnwenderInnen als Blackbox gesehen. In Wirklichkeit ist sie aber das Resultat der Arbeit von ProgrammiererInnen, also von Menschen. Diese für die AnwenderInnen unsichtbaren Akteure haben enorm viel Einfluss auf die praktische Arbeit mit einem GIS. Sie haben bestimmt schon den Satz gehört oder selbst verwendet: "ArcGIS erlaubt mir nicht dieses oder jenes zu tun." Natürlich ist es nicht die Software selbst, sondern die ProgrammiererInnen und EntwicklerInnen, die die Funktion entweder nicht kannten oder nicht für wichtig/geeignet befanden, die hier ein bestimmtes Vorgehen verunmöglichen. Dieses Beispiel zeigt sehr schön, dass nicht nur die Gesellschaft von Technologie verändert wird, sondern, dass die Wirkung auch in die andere Richtung geht. Technologie im Allgemeinen ist immer auch ein Spiegel der Gesellschaft bzw. darin vorherrschender (Werte-) Vorstellungen. Hier setzt auch ein wesentlicher Kritikpunkt an GIS an: wesentliche Treiber der Entwicklung von GIS-Technologie und -Software kommen aus dem militärischen und nachrichtendienstlichen Umfeld. Außerdem wird der Markt für GIS-Software von wenigen, sehr großen privatwirtschaftlichen Akteuren beherrscht, was die Perspektive naturgemäß verengt.

Beispiel

Wie unmittelbar die Gesellschaft auf Software einwirkt und sich dies wiederum auf die Realwelt auswirkt, zeigt die rezente Diskussion zu autonomen Fahrzeugen. Hier geht es ja unter anderem darum, dass im Vorfeld - also außerhalb der Situation - von ProgrammiererInnen Entscheidungen getroffen werden müssen, wie sich das Fahrzeug in spezifischen Situationen verhält. Das MIT Projekt "Moral Machine" Link verdeutlicht das damit verbundene Dilemma sehr eindrücklich:

Moral Machine

   

Während die Entwicklung einer eigenen GIS-Software eher im Ausnahmefall zu Ihren zukünftigen Aufgaben gehören wird, werden Sie häufig vor der Aufgabe stehen, Daten zur Bearbeitung einer räumlichen Fragestellung zu sammeln. Wie wir bereits gesehen haben, repräsentiert ein Datensatz nicht notwendigerweise den gesamten realweltlichen Ausschnitt, sondern nur einen Teil davon. Hier ist folglich ein hohes Maß an Sensibilität für diverse Fehlerquellen von Nöten. Sehen wir uns die Problemstellung anhand eines konkreten Beispiels an:

Beispiel

Crowd-sourced, also von NutzerInnen erzeugte und überlassene, Geodaten werden gerne als Grundlage räumlicher Analysen und Planungsgrundlagen verwendet. Eine weit verbreitete Anwendung zum Aufnehmen (Tracken) von zurückgelegten Wegen ist Strava Link. Es wäre nun beispielsweise naheliegend die in Strava hinterlegten Wege, die mit dem Fahrrad zurück gelegt werden als Indikator für die Popularität von Verbindungen heranzuziehen, um hier verstärkt in die Infrastruktur zu investieren. Überlegen Sie sich am Beispiel vom Zentralraum Salzburg zu welchen (Fehl-) Schlüssen dies führen könnte:

   

Viele Daten, die tatsächlich in GIS-Analysen verwendet werden, wurden nicht für den jeweils konkreten Zweck erhoben. Die Umstände der Datenerhebung müssen folglich neben der Qualitätskontrolle jedenfalls berücksichtigt werden!

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