Zusammenfassung

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Gratulation. Sie sind am Ende des Schnuppermoduls angelangt. Der Bogen, der dabei gespannt wurde, ist ein recht ein großer: von grundlegenden Überlegungen über den Beitrag einer räumlich expliziten Perspektive bis hin zu Details räumlicher Bezugssysteme in der Landesvermessung.
Wenn Sie dabei den Eindruck erhalten haben, dass es sich lohnt GIS-Kompetenzen auf- und auszubauen wurde das primäre Ziel dieses Schnuppermoduls erreicht. Besuchen Sie uns doch auf unserer Webseite Link und informieren Sie sich über die aktuellen Studienangebote!

Diese letzte Lektion vermittelt keine neuen Inhalte mehr, sondern versucht die wesentlichen Aspekte der einzelnen Lektionen noch einmal zusammen zu fassen und einen Ausblick auf die nächsten Module zu geben.

Lernziele

Nach Bearbeitung dieser Lektion ...

  • können Sie die Inhalte dieses ersten Moduls in wenigen Sätzen zusammenfassen.
  • sind Sie in Bezug auf die kommenden UNIGIS Module orientiert und können diese in einen größeren Rahmen einordnen.
 

In der ersten Lektion wurde die Brücke zwischen der traditionellen Disziplin der Geographie und moderner Geoinformatik geschlagen. Dabei konnte gezeigt werden, dass wesentliche Konzepte Link von GIS - seien es räumliche Korrelationen oder die Verschneidung mehrerer Datenschichten - aus der Zeit vor dem Siegeszug der digitalen Datenverarbeitung stammen. Mit der Digitaliserung räumlicher Daten und Analysen wurde eine Umgebung geschaffen, die es erlaubt erdbezogene Daten und Informationen in einer digitalen Hülle zusammenzuführen und für Modelle, Analysen und Visualisierungen bereit zu stellen. Die um die Jahrtausendwende formulierte Idee der Digital Earth ist seither in einem Maß vorangetrieben wurden, wie es damals wahrscheinlich kaum abzusehen war.

 

Nach einer grundsätzlichen Motivation der räumlichen Perspektive konnten Sie in den folgenden beiden Lektionen erste Schritte in einer GIS Softwareumgebung machen. Die absolvierten Kurse sind für einen Einstieg ausreichend; Ihre Softwarekompetenz wird sich bei Absolvierung des UNIGIS Studiums kontinuiierlich vergrößern.

 

In der vierten Lektion erhielten Sie einen Eindruck vom enorm breiten Spektrum möglicher Anwendungsgebiete von GIS. Ausgehend von spezialisierten Nischenanwendungen hat sich GIS ganz offensichtlich zu einer Querschnittsmaterie etabliert, die in immer mehr Fachdomänen "adoptiert" und weiterentwickelt wird. In dieser vielfältigen Anwendungslandschaft liegt auch der große Nutzen fundierter GIS-Kenntnisse: was Sie im Rahmen dieses Studiums lernen ist nicht notwendigerweise an eine bestimmte Disziplin oder Branche gekoppelt, sondern kann in unterschiedlichen Bereichen angewendet und ausgebaut werden.

 

Obwohl, oder gerade auch weil, sich GIS in vielen Anwendungskontexten etabliert hat, ist die Annäherung an das Akronym GIS keine einfache. Aus diesem Grund wurde in der fünften Lektion versucht, die verschiedenen Zugänge zu GIS darzulegen und für Orientierung im Dickicht der Begrifflichkeiten zu sorgen.
Unabhängig von den einzelnen Definitionsversuchen, soll vor allem die Unterscheidung zwischen Geographischen Informationssystemen - also dem eher technisch-methodischen Verständnis - und GIScience als Wissenschaftsdisziplin auch im weiteren Verlauf des Studiums beachtet werden. GIS ist nämlich viel mehr als ein bloßes Werkzeug!

 

Einem recht klassischen Verständnis von GIS folgend, beschäftigten wir uns in der sechsten Lektion mit den Komponenten Hardware, Software, Daten und Organisation. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie in Zukunft mit allen vier Komponenten auf täglicher Basis beschäftigt sein werden ist relativ niedrig; vor allem in größeren Unternehmen und Organisationen wird hier sehr stark arbeitsteilig vorgegangen. Umso wichtiger ist es, dass Sie die "Sprache" aller vier Komponenten beherrschen. Schließlich sollten Sie sich mit Ihrem IT-Techniker, der für die Hardware zuständig ist, qualifiziert über die Vor- und Nachteile einer Auslagerung der zentralen Datenhaltung in die Cloud unterhalten können!

 

Anhand eines Beispiels Link zur Standortfindung für einen Supermarkt wurden die typischen Funktionalitäten eines GIS in Lektion sieben veranschaulicht. Dabei konnte nachvollzogen werden, wie aus Daten durch die räumliche Kontextualisierung Information generiert wird.
Vor allem vor dem Hintergrund, dass immer weniger Daten für ein spezifisches Projekt erfasst werden, sondern stattdessen auf vorhanden Datensätze zurückgegriffen wird, ist es von großer Wichtigkeit, Daten hinsichtlich ihrer Eignung und Qualität evaluieren und anschließend in eine gemeinsame Datenbasis zusammenführen zu können.

 

Die Lektionen acht, neun und zehn können gewissermaßen als Einheit betrachtet werden. Der Blick zurück in die Geschichte von GIS zeigte, wie sich gewisse Entwicklungspfade bis zu aktuellen Anwendungen unserer Tage rückverfolgen lassen. Diese Geschichte verlief definitiv nicht immer kontinuierlich, was eine Abschätzung zukünftiger Entwicklungen naturgemäß erschwert. Trotzdem wagten wir, ausgehend von rezenten Dynamiken einen Blick in die unmittelbare Zukunft. Dabei wurde klar, dass sich GIS aus der historischen Nische von Spezialanwendungen weiter als ubiquitäre Technologie in einer weiteren digitalen Landschaft etablieren wird. Dass damit erhebliche gesellschaftliche Implikationen verbunden sind, liegt auf der Hand. Sich dieser im täglichen Umgang mit GIS auch entsprechend bewusst zu sein, war Ziel der zehnten Lektion.

 

Die elfte Lektion ist eher zum Nachschlagen, als zum detaillierten Durcharbeiten gedacht. Sie soll vor allem dabei helfen, nach Abschluss des UNIGIS-Studiums zu wissen, wo gezielt nach Information, Hilfestellungen und Daten gesucht und wie das Ziel eines lebenslangen Lernens im GIS-Bereich erreicht werden kann.

 

Die drei abschließenden Lektionen sind wiederum stark miteinander verbunden. Ausgehend von der Fragestellung wie die Verortung auf der Erdoberfläche bewerkstelligt werden kann, widmeten wir uns in Lektion 13 dem Problem der Dimensionsreduzierung von 3D auf 2D. Das geodätische Datum, zusammen mit einem Koordinatensystem und der passenden Projektion bilden zusammen ein räumliches Bezugssystem. Ein solches wird typischerweise für die lokalen Gegebenheiten optimiert, was in diversen RBS der Landesvermessungen resultiert. Vor allem wenn Sie in Ihrem Berufsalltag mit vielen verschiedenen Datensätzen operieren, ist es entscheidend die hier vermittelten Inhalte stets präsent zu haben.

   

Bis auf den Inhalt der letzten drei Lektionen werden die Inhalte dieses Moduls im Rahmen des UNIGIS Studiums noch weiter vertieft. Auf unserer Webseite finden Sie die Beschreibung der restlichen UNIGIS Module. Sehen sich doch einfach einmal um - nach Absolvierung des Schnuppermoduls können Sie bestimmt mit vielen Begriffen bereits einiges anfangen.

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