Übung: Digitalisieren in GeoMedia

   
 

Hinweis: Für diese Übung benötigen Sie die Software GeoMedia Professional, die Ihnen im Rahmen eines UNIGIS Studiums kostenlos zur Verfügung gestelIt wird.

Ziel dieser Übung ist das Kennenlernen der Datenerfassungs-Werkzeuge von GeoMedia Professional. Dafür sollen Geometrie und Attribute eines kleinen Katasterausschnitts, gegeben durch eine binäre Rastervorlage, am Bildschirm (on-screen) digitalisiert werden. GeoMediaPro bietet eine Reihe von „intelligenten“ Digitalisier- und Editierwerkzeugen an, die darauf ausgerichtet sind, bereits während der Erfassung die Daten auf ihre topologische Korrektheit hin zu prüfen und ggf. korrigierend einzugreifen. „Korrekt“ bedeutet, daß z.B. alle Polygone geschlossen sein müssen, keine freien Linienenden („Overshoots“, „Undershoots“) oder Subtoleranzelemente (z.B. kleinste Linien- oder Flächenstücke, die versehentlich erzeugt wurden) existieren dürfen, sowie daß bei sich überschneidenden Elementen (z.B. Strassen) an deren Kreuzungspunkten „Intersektionen“ gesetzt sind.

Eine hilfreiche Einführung zu Datenerfassung mit Geomedia Pro finden Sie im Online Tutorial unter Help > Learning GeoMedia Professional > Chapter 6 (Data Capture).

   
Daten zur Übung

Daten zur Übung

Die Übungsdaten katasterdata.rle ( gescannte, georeferenzierte Rastervorlage) und katasterdata.dgn (MicroStation file, Koordinatensystem- Informationsfile der Rastervorlage) finden Sie hier.

   
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Arbeitsschritte

  1. Legen Sie einen neuen GeoWorkspace (KATASTER.GWS) mit den folgenden Georeferenzierungsparametern an:
    Georeferenzierungsparameter für Kataster.gws
    Coordinate System Type Projection
    Storage Space Horizontal resolution: 0.001m
    Projection space
    Projection algorithm
    Transverse Mercator
    Projection Parameters
    Longitude of origin
    Latitude of origin
    False X
    False Y
    Scale reduction factor

    13:20:00.000
    0:00:00.000
    0
    0
    1
    Geographic Space
    Geodetic datum:
    Reference ellipsoid

    User-defined (non-standard)
    Bessel 1841
  2. Stellen Sie unter Tools > Options > General sicher, daß die Option „Match GeoWorkspace and default Warehouse coordinate system - when creating a new warehouse“ ausgewählt ist.
  3. Legen Sie ein neues Access-Warehouse KATASTER.MDB an
  4. Plazieren Sie nun die Rastervorlage KATASTERDATA.RLE mittels Insert > Georeferenced Images. Information über Georeferenzierung ist bereits im Header enthalten (Georeference Mode: Intergraph header matrix), als Koordinatensystem-Informationsfile für die Rastervorlage verwenden Sie bitte das MicroStation .DGN file (Coordinate system file: Katasterdata.dgn). Geben Sie als Ziel-FeatureClass für die Rasterdaten einen entsprechenden Namen (z.B. Kataster_Rasterdaten) an.
  5. Fügen Sie die Daten dem Geoworkspace hinzu (Legend > Add feature class).
  6. Verändern Sie die Farbe der Rastervorlage von Schwarz auf ein helles Grau. Folgende Objekte sollen vektormäßig erfasst werden: Parzellen, Gebäude, Straßen, Gasleitungen.
  7. Um diese gegebenen Daten überhaupt erfassen zu können, definieren Sie die entsprechenden Feature-Klassen und dazugehörigen Attribute (Warehouse > Feature Class Definition > New) Lassen Sie den Primärschlüssel für die einzelnen Featureklassen automatisch von GeoMedia bestimmen. Bei den Attributbeschreibungen sollten mindestens die durch die Rastervorlage gegebenen Daten erfaßt werden
    FeatureGeometrie AttributDaten- typ Länge Bemer-
    kung
    Parzelle Area Parzellen-Nr Text 20  
        Nutzung Text 10 l: Land- wirtschaft,
    b: Bauland,
    w: Wald,
    g: Grünland
    Strasse Area Strassenname Text 80  
    Gebäude Area Parzellen- nummer Text 20  
        Strassenname Text 80  
        Hausnummer Text 10  
    Gasleitung Line Strassenname Text 80  
        Leitungs- querschnitt Single   Single Precision
  8. Über diese Mindestanforderung hinaus können Sie weitere, Ihnen für die jeweilige Featureklasse relevant erscheinende Attributdaten definieren (z.B. Parzellenbesitzer, etc.)
  9. Bevor Sie mit der Datenerfassung beginnen, sollten Sie einige Grundeinstellungen zur Datenerfassung setzen bzw, aktivieren und sich mit der Bedeutung dieser Einstellungen vertraut machen:
    Tools > Options > Map Display: Highlight- und Selektionsfarben setzen
    Tools > Options > Placement & Editing: oder via Iconpalette:Options
    Snapfunktion
    Achten Sie darauf, daß die Fangfunktionen sowohl für Vektorsnap als auch für Rastersnap aktiviert sind.
  10. Starten Sie nun die Datenerfassung der einzelnen Featureklassen mit Insert > Feature und wählen dann das zu plazierende Feature aus. Mittels Edit > Undo können Sie die Plazierung eines Features rückgängig machen, mit der BACKSPACE-Taste den letzten Digitalisierschritt, z.B. einen fehlerhaft gesetzten Vertex. Um die erfaßten Daten mittels Edit > Geometry > Edit, Move, Trim, Extend, Redigitize verändern zu können, müssen diese zuerst ausgewählt sein.

Nach erfolgter Digitalisierung berechnen Sie die Fläche von Parzellen und Gebäuden sowie die Länge der Gasleitungen mit den entsprechenden Werkzeugen (ANALYSIS, ANALYZE GEOMETRY).


   
   
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